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Nach Prozessgewinn: Intertainment hofft auf höheren Schadenersatz

Nach dem gewonnenen Rechtsstreit in den USA hofft die Medienfirma Intertainment auf noch höheren Schadenersatz. In ihrem endgültigen Urteil habe die Richterin Intertainment jetzt einen Gesamtanspruch von 121,7 Mill. $ zugesprochen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. "Wir werden die Vollstreckung so schnell und so hart vollziehen, wie es uns möglich ist", sagte Intertainment-Finanzvorstand Achim Gerlach. Wann und in welcher Höhe Gelder fließen werden, sei aber noch unklar.

dpa-afx MÜNCHEN. Nach dem gewonnenen Rechtsstreit in den USA hofft die Medienfirma Intertainment auf noch höheren Schadenersatz. In ihrem endgültigen Urteil habe die Richterin Intertainment jetzt einen Gesamtanspruch von 121,7 Mill. $ zugesprochen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. "Wir werden die Vollstreckung so schnell und so hart vollziehen, wie es uns möglich ist", sagte Intertainment-Finanzvorstand Achim Gerlach. Wann und in welcher Höhe Gelder fließen werden, sei aber noch unklar.

Seit etwa drei Jahren liefert sich das Unternehmen mit seinem ehemaligen US-Partner Elie Samaha und dessen Firma Franchise eine juristische Auseinandersetzung. Intertainment wirft Franchise betrügerisch überhöhte Filmbudgets vor und hatte Mitte Juni einen Schadenersatzprozess in den USA gewonnen. In der nun genannten Summe seien auch Zinsansprüche enthalten, sie sei daher 15,6 Mill. $ höher als bisher genannt, hieß es. "Wir gehen davon aus, dass wir einen großen Teil der verurteilten Summe bekommen werden von dem Unternehmen und Samaha persönlich", sagte Gerlach. Allerdings sei damit zu rechnen, dass die Gegenpartei auch künftig versuchen werde, Vermögenswerte "schwer erreichbar" zu machen.

Der Rechtsstreit hatte das operative Geschäft von Intertainment praktisch zum Erliegen gebracht. Das Unternehmen ist in seiner Existenz bedroht, weil es eigentlich im Juni einen 16-Millionen-Euro- Kredit an die Hypovereinsbank hätte zurückzahlen müssen. In dieser Sache gebe es nach wie vor keine Einigung, sagte Gerlach. "Wir versuchen, eine Lösung zu finden". Zu einem Zeitrahmen wollte er sich aber nicht äußern.

Intertainment hatten sich verpflichtet, von Franchise produzierte Filme abzunehmen. Dabei legte Franchise dem Urteil zufolge dem deutschen Partner überhöhte Planungen und Rechnungen vor. Banken und Versicherungen in den USA wurden dagegen die tatsächlichen Budgets präsentiert. Auch gegenüber einer Bank und zwei Versicherungen will Intertainment Ansprüche in gleicher Höhe im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens geltend machen. Die mündliche Verhandlung dazu soll am 5. Januar kommenden Jahres beginnen.

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