Nach Rechtsstreit mit Lufthansa
Germania fliegt von Berlin nach München

Nach dem Ausbau der Verbindung Köln/Bonn-Berlin will die Billigfluggesellschaft Germania im Herbst auch die Strecke Berlin-München ins Programm aufnehmen.

KÖLN Auf der Strecke Berlin-Frankfurt solle nach der Rechtsstreitigkeit mit der Lufthansa die Zahl der Flüge mindestens wieder auf die zunächst angebotenen vier Verbindungen pro Tag ausgeweitet werden, kündigte Geschäftsführer Mustafa Muscati an. Eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf zum Streit mit der Lufthansa erwartet Muscati nach eigenen Angaben in zwei bis drei Wochen.

In einem Fall hatte das Bundeskartellamt der Deutschen Lufthansa ein Zwangsgeld von bis zu 1000 Euro angedroht, da die Fluglinie den Angaben zufolge ihrer Konkurrentin Germania keine geeigneten Start- und Landerechte (Slots) abgegeben hatte.

In einem weiteren Fall hatten die Wettbewerbshüter der Lufthansa eine drastische Preissenkung für Flüge auf der Strecke Frankfurt-Berlin verboten und bestimmt, dass der Lufthansa-Preis für einen Flug um mindestens 35 Euro über dem der Germania liegen müsse. Beide Entscheidungen will die Lufthansa nicht akzeptieren.

Muscati erwartet in beiden Fällen eine positive Entscheidung für die Germania. "Die Absicht, uns zum Aufgeben zu zwingen, wird nicht erfüllt werden", sagte Muscati. Die Germania verfüge über eine ausreichend große Flotte, um den innerdeutschen Flugverkehr bei Bedarf auszuweiten. Weitere mögliche Verbindungen seien Berlin-Stuttgart, München-Hamburg oder Stuttgart-Hamburg. Auch die Strecken Köln-Rom sowie Berlin-Rom würden zur Zeit geprüft.

Insgesamt verfügt Germania über 27 Flugzeuge, acht seien davon zur Zeit in Deutschland eingesetzt, 19 verleast und weltweit im Einsatz.

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