Nach Rekordergebnis
Data Modul erwartet schwaches erstes Quartal

Die Münchener Data Modul AG erwartet nach einem Rekordgewinn im vergangenen Jahr ein deutlich schwächeres Geschäft im ersten Quartal 2002.

Reuters MÜNCHEN. Der Anbieter von Display- und Systemtechnik werde im ersten Quartal nach einer eigenen Hochrechnung ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von einer Million Euro gegenüber 2,1 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum erzielen, sagte Vorstandschef Peter Hecktor am Donnerstag vor Journalisten in München. Auch im zweiten Quartal rechne er wegen der angespannten konjunkturellen Lage noch mit einem schwachen Geschäft. Eine Belebung werde es erst im zweiten Halbjahr geben.

Im Gesamtjahr rechnet das im Kleinwerte-Auswahlindex SDax gelistete Unternehmen mit einem Ebit-Wachstum von fünf Prozent. Im vergangenen Jahr war das Ebit um rund 13 % auf 6,2 Mill. Euro gestiegen. Mit einem Wachstum von rund 31 % erzielte Data Modul 2001 einen Rekordüberschuss von 2,9 Mill. Euro. Der Umsatz sei allerdings auf 110 Mill. Euro von 111 Mill. Euro im Jahr zuvor zurückgegangen. Das Unternehmen hatte im Laufe des vergangenen Jahres seinen Bilanzierungsstandard von HGB auf US-GAAP umgestellt.

Statt einer Dividende, die im vergangenen Jahr noch bei 0,66 Euro pro Aktie gelegen hatte, wolle der Vorstand aus steuerlichen Gründen der Hauptversammlung Mitte Mai die Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis von zehn zu eins vorschlagen, sagte Finanzvorstand Patrick Wiedemann. "Wir möchten allerdings nicht mehr als zehn Prozent neue Aktien ausgeben, damit der Kurs nicht verwässert wird", sagte Hecktor. Bei der vergangenen Hauptversammlung hatte sich das Unternehmen noch die Möglichkeit eines Rückkaufprogramms genehmigen lassen. Der Aufsichtsrat habe dem Vorhaben aber nicht zugestimmt, da es "reine Kurspflege" gewesen wäre, sagte Hecktor.

Das Ergebnis je Aktie lag den Angaben zufolge im vergangenen Jahr bei 1,19 Euro und damit um 31 % höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sei auf 44,1 % von 37,9 % im Vorjahr gewachsen. "Wir peilen hier einen Wert von 60 % an", sagte Wiedemann.

Die Data Modul-Aktie verlor bis Donnerstagmittag knapp vier Prozent und fiel in einem nahezu unbewegten Marktumfeld auf 18,19 Euro.

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