Nach Rekordjahr
Knorr-Bremse stellt sich auf moderates Wachstum ein

Nach einem Umsatzschub 2000 stellt sich der Knorr Bremse-Konzern - auf moderateres Wachstum ein. Die weltweite Auftragsentwicklung signalisiere im laufenden Jahr einen deutlichen Rückgang, sagte der Vorstandschef der Knorr-Bremse AG, Heinz Hermann Thiele, am Dienstag in München.

dpa MÜNCHEN. Geradezu dramatisch sei der Markteinbruch der Schienen- und Nutzfahrzeugmärkte in den USA. Dennoch rechnet das Unternehmen, das zu den weltgrößten Herstellern von Bremssystemen für Bahnen und Nutzfahrzeuge gehört, mit einem weiteren Anstieg beim Umsatz und Gewinn.

Für 2001 geht der Konzern insgesamt von rund 3,3 Mrd. DM Umsatz aus (6,45 Mrd. DM). Im vergangenen Jahr war der Umsatz fast 17 % auf 2,9 Mrd.. DM im vergangenen Jahr, davon etwa zur Hälfte auf Grund von Neuerwerbungen. Das Ergebnis vor Steuern soll auf 173 Mill. DM steigen. 2000 wuchs der Gewinn vor Steuern von 161 auf 169 Mill. DM und der Jahresüberschuss von 100 auf 116 Mill. DM. Die Beschäftigtenzahl stieg um fast 1 550 auf knapp 9 640 Mitarbeiter, davon 3 270 in Deutschland (plus 13,5 %).

In Europa werde im laufenden Jahr vor allem eine Abschwächung der Nutzfahrzeugmärkte spürbar werden, sagte Thiele. Er rechne mit einem Rückgang der Produktion im schlimmsten Fall von 400 000 auf 350 000 Fahrzeuge. Bei Schienenfahrzeugen dürfte vor allem der US-Markt mit einem Minus von mehr als 20 % wegbrechen. Auch in Europa bleibe dieser Markt auf Grund der Preispolitik der Bahnen schwierig.

Knorr-Bremse ist nach Angaben des Vorstandschefs die Nummer eins bei Schienenfahrzeugbremsen mit einem Weltmarktanteil von über 40 %, kämpft aber dennoch in diesem Bereich mit erheblichen Ertragsproblemen. Ab 2002 sollen Maßnahmen zur Kostensenkung greifen.

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