Nach Rekordwerten aus dem Vorjahr
Bayer mit kräftigem Gewinnrückgang

Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer ist mit einem kräftigen Gewinnrückgang in das neue Jahr gestartet. Im ersten Quartal 2001 sei der Konzerngewinn um 21 % auf 442 Mill. Euro (864 Mill. DM) gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gesunken, teilte die Bayer AG am Freitag zur Hauptversammlung in Köln mit.

dpa/ddp/vwd/rtr KÖLN. Als Gründe wurden die Konjunkturabkühlung in den USA und höhere Umbaukosten genannt. Außerdem sei im Vorjahreszeitraum ein Rekordwert in der Bayer-Geschichte erzielt worden. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um zehn Prozent auf 7,7 Mrd. Euro (15 Mrd. DM).

Von den vier Arbeitsgebieten wiesen die Polymere (Kunststoffe) mit minus 28 % den höchsten Ergebnisrückgang auf. Dabei spielten sehr hohe Rohstoffkosten eine Rolle. Im Arbeitsgebiet Landwirtschaft sank das operative Ergebnis durch US-Einflüsse um 13 %.

Dagegen erzielte das Arbeitsgebiet Chemie einen Ergebniszuwachs von 23 %. Das Arbeitsgebiet Gesundheit legte beim operativen Ergebnis um fünf Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2001 erwarte der Konzern eine erneute Ergebnissteigerung. Bessere Rohstoffpreise, robuste Konjunktur in Europa und Belebung der Landwirtschaft werden für möglich gehalten.

Ausschlaggebend für den gesunkenen Konzerngewinn seien höhere Restrukturierungskosten gewesen, teilte der Konzern mit. Im Gesamtjahr 2001 sollten die Vorjahresergebnisse jedoch übertroffen werden.

Analysten bewerten die Zahlen negativ

An der Börse wurden die Quartalszahlen negativ bewertet. "Der Gewinn von Bayer ist im ersten Quartal weit hinter den Schätzungen zurückgeblieben", sagte ein Frankfurter Händler. Dagegen sei der Umsatz den Erwartungen entsprechend ausgefallen. Dies falle aber kaum ins Gewicht. Wahrscheinlich seien wie bei BASF die gestiegenen Rohstoffpreise für den geringeren Gewinn verantwortlich, hieß es weiter.

Bayer begründet das schwächere Quartal mit der sich abschwächenden Konjunktur. Für das Gesamtjahr prognostizierte Bayer eine Steigerung des operativen Ergebnisses des Vorjahres. Zuletzt hatte Konzernchef Manfred Scheider Anfang des Monats noch ein zweistelliges Gewinnwachstum für das laufende Geschäftsjahr vorhergesagt.

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