Nach Sanierung der Genossenschaft
Vedes ist mit neuem Konzept auf Erfolgskurs

dpa NÜRNBERG. Nach einem harten Sanierungsweg will die Spielwaren-Genossenschaft Vedes jetzt mit einem neuen Laden-Konzept auf Erfolgskurs gehen. "Wir wollen weg vom Image als Spielwaren-Geschäft und hin zum Freizeitladen", sagte Ursula Lindl, Marketing-Vorstand der Vereinigung der Spielwaren eG-Fachgeschäfte (Vedes), am Mittwoch in Nürnberg. So wolle die größte europäische Marketing- und Handelsorganisation nach mehreren Verlustjahren wieder schwarze Zahlen schreiben. Vedes reagiere damit zugleich auf den Preiskampf im Einzelhandel und auf das veränderte Kaufverhalten.

Nach dem neuen Konzept soll künftig das Sortiment gestrafft werden, um die Läden profitabler zu machen. Bisher führten die Mitglieder rund 120 000 verschiedene Artikel. "Das Problem war einfach das Handling", sagte Lindl. Deshalb werde das Hauptaugenmerk jetzt auf einzelne Sortimente gelegt, die nach den persönlichen Vorlieben der Unternehmer und den regionalen Gegebenheiten zusammengesetzt würden.

Erfolgreicher Sanierungskurs

Der im vergangenen Jahr eingeschlagene Sanierungskurs war nach Angaben von Vorstands-Chef Thomas Märtz erfolgreich. Der Verlust der Gruppe sank um 5,5 Mill. DM (2,3 Mill. Euro) auf eine Million DM. Der Verkauf und die Schließung der Hälfte der 36 Beteiligungs-Gesellschaften hatten zu den Verbesserungen beigetragen. Die Verschuldung sank weiter um 20 Mill. DM auf 78 Mill. DM. Damit seien seit 1998 rund 44 Prozent der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abgebaut worden. Der Konzern-Umsatz blieb mit 1,1 Milliarden DM konstant.

Rückwirkend zum 1. Juli 2000 hatte die Intercontor AG Ende vergangenen Jahres die operativen Geschäfte der Vedes eG übernommen. Noch im Juli solle diese in Vedes AG umbenannt werden, sagte Märtz. Der operative Umsatz lag im Jahr 2000 bei 356 Mill. DM nach 406 Mill. DM im Jahr 1999. Dies sei auf den Verkauf der verlustreichen Max Bersinger AG zurückzuführen. Im Konzern ging die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr um 190 auf 1 054 zurück. Die Zahl der Konzern-Mitglieder sank um knapp 100 auf 1 700 bei mehr als 2 000 Läden.

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