Nach Scheurles Abgang
Telekom fordert Änderungen der Regulierungspraxis

Schwindende Margen, sinkender Börsenwert, aggressive Konkurrenz. Die deutsche Telekom hat kein gutes Jahr hinter sich. Den Wechsel an der Spitze der Regulierungsbehörde (RegPT) will Telekom-Chef Ron Sommer für sich nutzen: Der Staat soll die Telekom wieder mehr vor dem Wettbewerb schützen.

vwd WIEN. Angesichts des bevorstehenden Wechsels an der Spitze der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegPT) hat die Deutsche Telekom AG, Bonn, noch einmal eine Änderungen in der Regulierungspraxis in Deutschland gefordert. Zudem müssten die gesetzlichen Vorgaben "den Realitäten angepasst werden", sagte Vorstandsvorsitzender Ron Sommer vor Journalisten in Wien. Hierfür sehe er einen breiten politischen Konsens, auch wenn klar sei, dass ein solcher Schritt nicht schnell umzusetzen sei. Die bisherige Regulierungspraxis hat nach den Worten Sommers lediglich dazu geführt, dass Wettbewerber ein kurzfristiges Geschäft auf Kosten der Telekom gesucht haben. Die Telekom habe auf Grund dieser Politik in den vergangenen drei Jahren einen "zweistelligen Milliarden-Betrag" verloren, kritisierte der Vorstandsvorsitzende weiter. Auch den Kursrutsch der T-Aktie in diesem Jahr - der vor allem marktbedingt gewesen sei - könne man zu einem gewissen Prozentsatz der Regulierungspolitik zuschreiben. Sommer bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Forderung nach einer europäischen Lösung des Problems. Durch die bisherige, rein auf Deutschland bezogene Regulierung habe sein Unternehmen international Wettbewerbsnachteile.

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