Nach schlechtem Abschneiden bei Schulleistungsvergleich "Pisa"
Auch Lehrerausbildung gerät in die Kritik

Als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler beim internationalen Schulleistungsvergleich "Pisa" gerät nun auch die Ausbildung von Lehrern in die Kritik. Rainer Lehmann, Professor an der Berliner Humboldt-Universität, forderte am Dienstag eine bessere Ausbildung für Lehrer.

ap BERLIN. Der Präsident der Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, Hans-Olaf Henkel, sprach sich für ein Zentralabitur in Deutschland aus. Die Studie sollte am (heutigen) Dienstag in Berlin offiziell vorgestellt werden.

Lehmann sagte im ARD-Morgenmagazin, die Lehrerausbildung finde realtiv ungeregelt statt und stelle nicht sicher, dass die Lehrer das Handwerkszeug hätten, das sie brauchten. Auch die Lehrerfortbildung sei ein "sehr zufälliger Prozess", kritisierte Lehmann. "Es wäre daran zu denken, dass Lehrerfortbildung obligatorisch wird wie für Ärzte beispielsweise auch."

Henkel gab im Deutschlandradio Berlin den Kultusministern der Bundesländer die Hauptschuld am schlechten Abschneiden der deutschen Schüler. Neben einem Zentralabitur seien Eingangsprüfungen an Universitäten nötig, die eine "enorme Rückkoppelung auf die Schulen und die Eltern" zur Folge hätten.

Zudem müsse in der Debatte das Zuzugsalter für Einwanderer berücksichtigt werden. Fehlende Sprachkenntnisse stellten in deutschen Schulen ein Problem dar. Deshalb sollten Kinder sehr früh nach Deutschland kommen können, und nicht bis zum 18. Lebensjahr, forderte Henkel. type="person" value="Henkel, Hans-Olaf" />

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