Nach schwachen Quartalszahlen
Analysten stufen Merck-Aktie herunter

Neben den Morgan Stanley-Experten sehen auch die Analysten von WGZ-Bank und West LB derzeit kaum Potenzial für die Aktien des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns.

rtr/fgh DÜSSELDORF. Die schwachen Ergebnisse, die der Pharmariese Merck am Mittwoch vorlegte, überraschen die Analysten der Düsseldorfer WGZ-Bank nicht. Den Rückgang im operativen Ergebnis - bedingt durch US-Generikakonkurrenz für das ehemalige Top-Präparat Glucophage (Antidiabetikum) - wurde bereits erwartet. Im Pharma-Segment stieg der Umsatz im ersten Quartal um 8,8 % auf 826 Mill. Euro, das operative Ergebnis ging um 8,9 % auf 105 Mill. Euro zurück.

Merck-Originalpräparate verzeichneten ein Umsatzplus von 5 %, Generika von 22 %. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet WGZ-Analystin Leslie Iltgen weiterhin nur ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum und einen deutlichen Ergebnisrückgang. Merck wird am 23. Juli über den Geschäftsverlauf im zweiten Quartal berichten. Die im MDax notierte Pharma-Aktie, die gestern bei 35 Euro schloss und heute Nachmittag 0,69 Prozent im Minus notierte, stufte die Expertin erneut mit "reduzieren" ein.

Ein Urteil, dem sich heute auch die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter anschlossen. Sie stuften am Donnerstag (heute) die Aktie von Merck von "equal weight" auf "underweight" zurück. Der Ausblick auf das Gesamtjahr sei deutlich schwächer ausgefallen als erwartet, hieß es zur Begründung. Zudem hätte Merck für 2002 einen Umsatzanstieg im unteren, prozentual einstelligen Bereich und eine Verzögerung beim Zulassungsantrag in der Europäischen Union für sein neues Krebsmittel Erbitux/C225 angekündigt. Man glaube, dass sich die Aktie solange unterdurchschnittlich entwickeln werde, bis mehr Daten für Erbitux vorliegen würden und die Krebspräparate-Pipeline beginne, Wert zu entfalten. Vor diesem Hintergrund belegen die Analysten die Merck-Aktie mit der Empfehlung "untergewichten".

Auch WestLB stuft Merck herunter

Die Analysten der WestLB Panmure haben die Aktie des Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzerns heute ebenfalls heruntergestuft (auf "Underperform" von "Neutral"). In einer Kurzstudie nannten die Experten ein Kursziel von 33 Euro für die Aktie. Die Herunterstufung erfolge unter anderem auf Grund des schwachen Ausblicks und zu erwartender schlechter Nachrichten, hieß es zur Begründung.

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