Nach schwachen US-Konjunkturdaten
Euro auf Höhenflug

Die wachsende Sorge vor einem Krieg im Irak und schwache amerikanische Konjunkturdaten haben am vorletzten Handelstag des Jahres den US-Dollar weiter belastet. Der Kurs des Euro stieg am Montag bis auf 1,045 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete gegen 16.30 Uhr 1,0434 Dollar.

HB/dpa FRANKFURT/M. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0422 (Freitag: 1,0376) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9595 (0,9638) Euro.

"Die wachsende Angst vor einem Krieg gegen den Irak drückt den Dollar-Kurs", sagte Devisenanalyst Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Durch die von den USA angekündigte massive Verlegung von Soldaten und Waffen in die Golfregion hätten sich die Anzeichen für einen Krieg verdichtet.

Die US-Währung sei zusätzlich von schwachen Konjunkturdaten belastet worden, sagte Sartoris. So fiel der viel beachtete Einkaufsmanagerindex für die Geschäftstätigkeit in der Region Chicago im Dezember deutlicher als erwartet.

Unterdessen hat Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) die jüngste Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar als angemessen bezeichnet. "Im Bereich der Parität liegt er ganz gut", sagte Eichel dem NDR. Dies zeige, "dass die Eurozone und Deutschland als die stärkste Wirtschaft darin weltweit im Vertrauen aufgewertet wird... Und das kann nicht ganz schlecht sein".

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6500 (0,6480) britische Pfund, 124,27 (124,45) japanische Yen und 1,4548 (1,4567) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 348,50 (348,30) Dollar notiert. Der Kilobarren Gold kostete 10 755 (Freitag: 10 805) Euro.

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