Nach sechswöchigen Verhandlungen
BASF stoppt pauschalen Stellenabbau

Die BASF stoppt den pauschalen Abbau von Stellen im Stammwerk Ludwighafen. Stattdessen soll detailliert ermittelt werden, wie viele Mitarbeiter die einzelnen Einheiten benötigen.

HB LUDWIGSHAFEN. Das haben Betriebsrat und Standortleitung in sechswöchigen Verhandlungen vereinbart, wie die BASF und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) am Montag mitteilten. Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass nach Möglichkeit auch in Zukunft auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet wird. Die finanziellen Anreize für ein freiwilliges Ausscheiden aus der BASF werden bis Ende März 2003 für bestimmte Mitarbeiter erhöht.

Zudem ist vorgesehen, dass "bewährte Instrumente" aus der Betriebsvereinbarung 2003 wie Darlehen für Existenzgründer, Freistellungen und Abfindungen fortgeführt werden. In der Vereinbarung vom April 2000 hatten sich die Parteien darauf verständigt, dass das die Mitarbeiterzahl am größten zusammenhängenden Chemiekomplex der Welt bis Ende 2003 um jährlich etwa 1 300 verringert wird. Ende August arbeiteten bei der BASF in Ludwigshafen noch 39 004 Menschen, davon 2357 Auszubildende und 853 befristet Beschäftigte. Ende 2000 waren es noch 41 117 Mitarbeiter gewesen.

"Wirtschaftliche Erfordernisse und soziale Verantwortung werden in diesem Paket gleichermaßen berücksichtigt", sagte BASF - Arbeitsdirektor Eggert Voscherau. Nach Darstellung des Ludwigshafener IG BCE-Chefs Ulrich Küppers setzte der Betriebsrat mit dem Paket einen "weiteren Meilenstein zum Schutz der BASF-Mitarbeiter". Der Betriebsratsvorsitzende Robert Oswald wertete die Vereinbarungen als "ausgewogene Lösung", die den Mitarbeitern auch nach 2003 eine Perspektive biete. Die Maßnahmen sollen künftig jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

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