Nach Selbstmordattentat
Israelische Armee bereitet sich auf Großoffensive vor

Nach dem schrecklichen Anschlag bei Tel Aviv machen sich die Streitkräfte darauf gefasst, dass die israelische Regierung sie erneut in die Palästinensergebiete schickt.

dpa JERUSALEM. Nach dem neuen Selbstmordanschlag in Rischon Lezion bei Tel Aviv bereitet sich die israelische Armee auf eine mögliche neue Großoffensive in den Palästinensergebieten vor. Der israelische Armeesprecher Ron Kitri sagte am Mittwoch, die Streitkräfte seien auf die Möglichkeit gefasst, dass die Regierung eine ähnliche Offensive wie die "Operation Schutzschild" anordnen könnte. Während der Offensive, die am 29. März begonnen hatte, sind nach palästinensischen Angaben etwa 320 Palästinenser getötet worden.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hatte nach dem Anschlag, bei dem mindestens 16 Israelis getötet wurden, seinen Besuch in den USA abgebrochen. Gleich nach der Rückkehr am späten Mittwoch wollte Scharon sein Kabinett in einer Militärbasis nahe dem Flughafen versammeln, um über eine mögliche israelische Reaktion zu beraten.

Der israelische Generalstabschef Schaul Mofas hatte am Dienstag gesagt, Israel könnte eine noch größere Offensive als "Operation Schutzschild" in den Palästinensergebieten unternehmen, sollten die Terroranschläge weitergehen. Armeesprecher Kitri sagte, das Militär könnte bei einer neuen Operation "andere Methoden" im Kampf gegen Extremisten wählen, möglicherweise ohne eine große Mobilisierung von Reservesoldaten.

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