Nach Soros-Äußerungen
Euro gibt Kursgewinne in Fernost wieder ab

Der Euro hat am Mittwoch im frühen asiatischen Handel beinahe den Kurs seiner Erstnotiz von 1999 erreicht, anschließend jedoch wieder nachgegeben.

Reuters TOKIO. Am Nachmittag (gegen 07.00 Uhr MESZ) notierte die europäische Gemeinschaftswährung in Tokio bei 1,1713 Dollar, nachdem sie zuvor mit 1,1745 Dollar notiert worden war. Der Euro hatte sich verteuert, nachdem US-Investor George Soros gesagt hatte, er gehe von einem weiteren Wertverlust des Dollar aus. Gegenüber dem Yen war der Dollar kaum verändert. Die meisten asiatischen Aktienbörsen lagen am Nachmittag im Minus. Der Ölpreis legte leicht zu, während der Goldpreis nach seinem Anstieg vom Vortag wieder nachgab.

Der Euro war im frühen Handel nur knapp unter seiner Erstnotiz von Anfang 1999 von 1,1747 Dollar geblieben. Analysten sagten, der Euro könne neue Höchststände erreichen. Ein Analyst sagte, die Händler wollten nach den Aussagen Soros' und einer Anhebung der Terror-Warnstufe in den USA Dollar verkaufen. Soros erklärte, er habe Dollar-Anlagen zu Gunsten anderer führender Währungen wie dem Euro verkauft. Er verwies im US-Fernsehen auf Aussagen von US-Finanzminister John Snow, die nahe gelegt hatten, dass dieser wegen der Dollarschwäche nicht besorgt sei.

Mit Spannung erwarteten die Märkte die für 15.30 Uhr MESZ geplante Rede des Chefs der US-Notenbank, Alan Greenspan, zur Lage der US-Wirtschaft.

Am Vorabend hatten in den USA Berichte über eine Entscheidung der US-Heimatschutzbehörde, die Warnstufe vor Anschlägen wieder auf das zweithöchste Niveau zu heben, Händlern zufolge die Stimmung belastet. Der Goldpreis war daraufhin auf 370 Dollar gestiegen, lag jedoch in Asien (gegen 07.00 Uhr MESZ) bei 367.20 Dollar. Das Edelmetall gilt als sichere Anlage in Krisenzeiten. Der Preis für die marktführende US-Ölsorte lag bei 28,53 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter), nachdem er am Vorabend in New York mit 28,41 notiert worden war.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte im Nachmittagshandel bei 7983 Punkten und damit 0,9 Prozent im Minus. Der breiter gefasste Toppix-Index gab 0,80 Prozent nach und lag bei 807 Punkten. Analysten sagten, Händler hielten sich zurück und blickten auf das Treffen des japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi mit US-Präsident George W. Bush in den USA am Freitag. Auch in Hongkong, Singapur und Taiwan tendierten die Aktienmärkte schwächer.

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