Nach starkem Einbruch 2001
WTO sagt leichte Zunahme des Welthandels voraus

Der Welthandel wird nach einem starken Einbruch 2001 in diesem Jahr im Durchschnitt nur leicht um etwa ein Prozent zunehmen. Ursache sind die eher bescheidenen Aussichten der Informationstechnologie, wie die Welthandelsorganisation (WTO) in einem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht festhält.

dpa GENF. Die Inlandsnachfrage in den USA nahm Ende März nicht weiter ab. In Europa weisen die Daten über das Vertrauen der Unternehmen sowie die Bestellungseingänge auf ein besseres Klima hin. Dies dürfte im Laufe des Jahres zu einer Zunahme der Investitionen und des Konsums führen. Der Welthandel dürfte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf Grund der Aufstockung von Lagerbeständen in den OECD-Ländern wieder zunehmen. Für die zweite Jahreshälfte rechnet die WTO mit einer beschleunigten Erholung.

Für Japan seien die Wachstumserwartungen noch düster. In anderen asiatischen Ländern, darunter Südkorea, nahmen die Ausgaben für Konsum und Ausrüstungsgüter dagegen zu. Das Wachstum des Welthandels dürfte aber das zweite Jahr in Folge geringer sein als jenes der Weltproduktion.

2001 hatten die weltweiten Exporte volumenmäßig um ein Prozent und wertmäßig um vier Prozent auf 6000 Mrd. $ (6639 Mrd. Euro) abgenommen. Im Jahr 2000 hatte der Welthandel noch um 12 % zugenommen. Das "Platzen der Blase" der Informationstechnologie, die schwache Nachfrage in Europa sowie - in einem geringeren Ausmaß - die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA, die vor allem die Luftfahrt und den Tourismus in Mitleidenschaft zogen, waren laut WTO entscheidend für den Rückgang 2001.

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