Nach starken Konjunkturdaten
US-Börsen im Aufwind

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten haben am Freitag Hoffnungen auf eine Erholung der US-Wirtschaft gestärkt und die Kurse an den New Yorker Aktienmärkten steigen lassen.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss 0,86 Prozent im Plus auf 10 607,23 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index legte 0,76 Prozent auf 1 868,30 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,14 Prozent auf 1 166,16 Punkte.

Händler sagten, der stärker als erwartet ausgefallene Anstieg des US-Verbrauchervertrauens Anfang März und das deutliche Plus der Industrieproduktion im Februar seien ein weiteres Zeichen dafür, dass die US-Wirtschaft auf Erholungskurs sei. "Die Zahlen (zur Industrieproduktion) waren etwas besser als erwartet, und das hat uns geholfen", sagte Todd Clark, Leiter Aktienhandel bei Wells Fargo Securities.

Die US-Industrieproduktion ist im Februar so stark gestiegen wie seit Juni 2000 nicht mehr. Die Gesamterzeugung der Fabriken, Minen und Kraftwerke habe um 0,4 Prozent im Monatsvergleich zugelegt nach einem revidierten Plus von 0,2 Prozent im Januar, wie die US-Notenbank (Fed) am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg von 0,3 Prozent prognostiziert. Der viel beachtete Index zum US-Verbrauchervertrauen der Universität Michigan kletterte Anfang März auf den höchsten Stand seit 15 Monaten.

Finanzwerte profitierten Händlern zufolge von der gestiegenen Hoffnung auf eine Konjunkturerholung und sorgten mit zum Teil deutlich höheren Kursen für Gewinne des Dow-Jones-Index. Der Kurs der Aktien des Finanzkonzerns American Express stieg um rund 3,8 Prozent auf 42,15 Dollar, die Titel von J.P. Morgan Chase legten 2,6 Prozent auf 36,01 Dollar zu. Citibank-Aktien gewannen 1,8 Prozent auf 49,69 Dollar.

Ölwerte zogen nach der Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), die Fördermengen nicht zu ändern, ebenfalls an. Der Aktienkurs der Exxon Mobil stieg um 0,86 Prozent auf 43,61 Dollar.

Der verhaltene Ausblick des zweitgrößten Software-Herstellers der Welt, Oracle, habe jedoch die Sorgen der Anleger über die Gewinnentwicklung bei den Technologiewerten bestätigt, sagten Händler. Der Kurs der Aktie fiel 6,25 Prozent auf 12,60 Dollar. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben mit weiterer Zurückhaltung bei den Ausgaben im Technologiesektor und sieht derzeit noch keine Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung.

Die Kurs der Aktie des Pharmakonzerns Merck gab um 5,82 Prozent auf 59,75 Dollar nach und bremste damit nach Händlerangaben einen weiteren Anstieg des Dow-Jones-Index. Das Unternehmen hatte zuvor die Bewerbung für die Zulassung eines neuen Arthritis-Medikamentes zurückgezogen. Merck wolle jedoch die Dokumente zu einem späteren Zeitpunkt für eine breitere Anwendung erneut einreichen, teilte der Konzern weiter mit. Händler sagten, das Handelsvolumen sei angesichts des dreifachen Verfallstermins gestiegen. Am Freitag wurden gleichzeitig Futures, Optionen und Index-Kontrakte fällig.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,48 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei gab es 1864 Gewinner und 1276 Verlierer. 175 Papiere schlossen unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,68 Milliarden Aktien 1927 im Plus, 1539 im Minus und 321 unverändert.

An den US-Bondmärkten stieg der Kurs der richtungweisenden zehnjährigen Notes um 17/32 auf 96-15/32 Punkte. Ihre Rendite stellte sich auf 5,33 Prozent. Der Kurs der 30-jährigen Bonds legte deutlich um 1-2/32 auf 94-20/32 Punkte zu, wobei sich eine Rendite von 5,76 Prozent ergab.

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