Nach Telefonat mit US-Präsident Bush
Arafat führt Gespräche in Paris

Palästinenserpräsident Jassir Arafat hat nach einem Telefonat mit US-Präsident George W. Bush am Mittwoch Gespräche in Paris aufgenommen.

dpa PARIS. Arafat kam zunächst mit dem französischen Premierminister Lionel Jospin zusammen, um die schweren Spannungen und Gewaltakte zwischen Israel und den Palästinensern sowie die Chancen des Mitchell-Berichts zur Beruhigung der Lage zu erörtern. Paris wollte Arafat bitten, alles zu tun, was zu einem Abbau der Gewalt beitragen könnte. Nach dem Gespräch mit Jospin wurde Arafat noch von Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac erwartet.

In dem Telefonat mit Bush am Mittwoch hat der Palästinenserchef nach Angaben aus seinem Beraterkreis den amerikanischen Präsidenten zum Handeln aufgefordert, "um die israelische Aggression und das zugespitzte Vorgehen gegen das palästinensische Volk zu stoppen." Bush seinerseits soll Arafat ermahnt haben, die Gewalt auf seiner Seite einzustellen und Vorschläge der Mitchell-Kommission umzusetzen.

Die Palästinenser hatten die Aufforderung des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon zu einer sofortigen Waffenruhe am Mittwoch als "Trick" zurückgewiesen. Scharon habe den wichtigsten Teil des Mitchell-Planes, einen vollständigen Siedlungsstopp, abgelehnt, erläuterte ihr Kabinettssekretär Achmed Abdul Rachman.

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