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Nach Tupolew-Abschuss: Minister soll zurücktreten

Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines russischen Passagierjets über dem Schwarzen Meer durch eine Flugabwehrrakete des ukrainischen Militärs sind in Kiew erstmals Forderungen nach dem Rücktritt des Verteidigungsministers laut geworden.

dpa KIEW. Minister Alexander Kusmuk solle die Verantwortung für das Unglück übernehmen, forderte der stellvertretende Parlamentsvorsitzende Viktor Medwedtschuk. "Ich hoffe, dass die Verantwortlichen für dieses Unglück die Courage nach den Vorgaben der Offiziersehre aufbringen und ihren Rücktritt erklären", sagte Medwedtschuk nach Angaben der Agentur Itar-Tass am Donnerstag. Das Unglück hatte am Donnerstag vergangener Woche keiner der 78 Insassen der Maschine, die auf dem Weg von Tel Aviv nach Nowosibirsk war, überlebt.

Untersuchungen des Wracks durch eine Sonderkommission der russischen Regierung, die zusammen mit ukrainischen und israelischen Experten arbeitet, haben bisher ergeben, dass die Tupolew-154 von einer Flugabwehrrakete S-200 getroffen worden war. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatte das ukrainische Militär Übungen auf der Halbinsel Krim abgehalten. Die ukrainische Militärführung hat bisher jede Verantwortung zurückgewiesen.

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