Nach Übernahme der Mehrheit durch One Equity Partners
HDW-Chef Lederer sieht Werft gestärkt

Die Howaldswerke Werft AG-Deutsche (HDW) sieht durch den neuen US-amerikanischen Mehrheitseigentümer One Equity Partners die Unabhängigkeit der Kieler Werft gestärkt.

Reuters KIEL. Mit dem Rückhalt durch den Finanzinvestor habe man eine bessere Position in den Gesprächen mit Thyssen-Krupp über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit und einen möglichen Werftenverbund, sagte HDW-Chef Klaus Lederer am Mittwoch in Kiel. Die zur Bank One gehörende One Equity hat 75 % an HDW von der bisherigen Betreiberin Babcock Borsig AG, der Preussag AG und einem deutschen Finanzinvestor gekauft.

Unerlässlich für eine Zusammenarbeit mit Thyssen-Krupp sei aber deren Beteiligung an HDW. One Equity hatte dem Ruhrgebiets-Konzern, der die beiden Werften Blohm + Voss und Thyssen Nordseewerke besitzt, sowie dem Handelshaus Ferrostaal je 15 % Beteiligung an HDW angeboten.

Lederer bekräftigte aber seine Auffassung, wonach nicht ein deutscher, sondern ein europäischer Werftenverbund nachhaltiges Wachstum und Beschäftigungssicherheit verspreche. HDW hat bereits die schwedische Kockums-Werft und die griechische Hellenic Shipyards übernommen und verhandelt mit spanischen und italienischen Werften über einen Verbund.

Für Babcock sei der Verkauf von 25 % seiner Beteiligung von 50 % plus eine Aktie "sehr lukrativ" gewesen, sagte Lederer. Den Verkaufspreis wollte er aber nicht nennen. Der Oberhausener Konzern bekomme nun dringend nötiges Geld in die Kasse und könne sich ganz auf die Energietechnik konzentrieren, sagte der HDW-Chef, der auch den Vorsitz im Babcock-Vorstand innehat. Im Juni will Lederer nach eigenen Angaben aus dem Babcock-Vorstand ausscheiden. "Wenn man mich fragt, gehe ich aber in den Aufsichtsrat", sagte er.

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