Nach Unruhen
Regierung Ost-Timors ruft Notstand aus

Die Regierung von Ost-Timor hat am Mittwoch nach Unruhen in der Hauptstadt Dili den Notstand ausgerufen und eine Ausgangssperre verhängt. Dies berichtete der australische Rundfunksender ABC.

HB/dpa DILI/SYDNEY. Bei den schlimmsten Ausschreitungen seit der Unabhängigkeit des Landes in Südostasien kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Polizisten und Demonstranten. Die Polizei setzte Tränengas ein und feuerte Warnschüsse. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Mehrere Tote wurden befürchtet.

Randalierer stürmten das Parlament und plünderten Geschäfte. Zu den Ausschreitungen kam es, nachdem ein Student am Dienstag im Zusammenhang mit jüngsten Unruhen unter Mordverdacht festgenommen worden war. Demonstranten hatten auch das Auto von Präsident Xanana Gusmao umstellt. Gusmao blieb unverletzt. In einer Rundfunkansprache rief er die Demonstranten - größtenteils Schüler und Studenten - dazu auf, Ruhe zu bewahren und nach Hause zu gehen. In der vergangenen Woche kam es in Dili wiederholt zu Protesten gegen die hohe Arbeitslosigkeit in dem Land, das nach einem Referendum im Jahr 1999 in diesem Jahr seine Unabhängigkeit erlangte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%