Nach US-Anschlägen
Euro im frühen asiatischen Handel schwächer

Der Devisenhandel an den asiatischen Märkte kam am Morgen fast zum Stillstand. In den USA bleiben die Finanzinstitutionen geschlossen, die EZB will heute arbeiten.

rtr TOKIO. Am Tag nach den Terroranschlägen auf die USA hat der Euro im frühen asiatischen Handel am Mittwoch im Vergleich zu seinem New Yorker Schlusskurs schwächer tendiert. Gegen 7.00 Uhr MEZ kostete der Euro in Tokio 0,9107 Dollar nach einer Schlussnotiz am Dienstag in New York von 0,9140/50 Dollar. Am Dienstag hatten unzählige Anleger in Reaktion auf die Anschläge ihre Dollarbestände verkauft und ihre Mittel in anderen Währungen geparkt. Daraufhin hatte sich der Euro zeitweise um knapp 2 US-Cent auf bis zu 0,9169 Dollar verteuert. Vor den Anschlägen hatte die Gemeinschaftswährung noch deutlich unter der 90 US-Cent-Marke notiert.

Der Dollar gab gegen die japanische Währung etwas nach und notierte bei 118,32/37 Yen nach 119,00/08 Yen am Vorabend in New York.

Kaum Umsätze im Devisenhandel

Bei vielen Händlern an den Börsen von Seoul bis Singapur habe sich am Mittwoch Sorge vor Liquiditätsengpässen breit gemacht, hieß es. Der aktuelle Handel sei praktisch zum Stillstand gekommen, weil sich die Marktteilnehmer wegen der Unsicherheiten in den USA mit Käufen zurückhielten, sagte ein Händler in Singapur. Die erste Sorge vieler sei, wie sie ihre Konten mit Dollars ausgleichen könnten.

In den USA blieben die Finanzinstitutionen wie schon am Dienstag auch am Mittwoch geschlossen. Die Zentralbanken in Japan, Korea, Singapur und Australien haben am Mittwoch angekündigt, den Finanzmärkten falls notwendig zur Liquidität zu verhelfen. Die Regierung in Thailand kündigte an, sie halte ein wachsames Auge auf die Entwicklung am Devisen- und Geldmarkt.

EZB will wie normal arbeiten

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihr Geschäft am Mittwoch auch nach den Anschlägen in den USA im gewohnten Rahmen fortführen. Ein EZB-Sprecher sagte am Morgen in Frankfurt: "Unser Geschäft läuft wie normal weiter". Die hessischen Sicherheitsbehörden hatten nach dem Anschlag empfohlen, symbolträchtige Gebäude in Frankfurt, dem Sitz der EZB, geschlossen zu halten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%