Nach US-Arbeitsmarktdaten
Schlechte Stimmung an der Wall Street

Schwach notieren die Aktien an Wall Street am Freitag im Verlauf. Der aus 30 Industriewerten gebildete Dow-Jones-Index (DJIA) verliert bis gegen 17.20 Uhr MESZ 1,4 % bzw 135,83 Zähler auf 9 705,01. Der S&P-500-Index gibt um 0,9 % bzw 10,31 Punkte auf 1 096,09 ab. Der Nasdaq-Index fällt um 0,4 % bzw 6,40 Stellen auf 1 699,24.

vwd NEW YORK. Damit sind die Notierungen aber schon wieder etwas von ihren Tiefständen zurück gekommen, nachdem sie zu Beginn der Handelssitzung nach den US-Arbeitsmarktdaten regelrecht abgestürzt waren. Händler sehen nur wenige Käufer am Markt, wissen aber nicht, ob es nicht besser zu einem reinigenden Ausverkauf hätte kommen sollen, um ein Boden auf einer soliden Basis auszubilden.

Relativ gut halten sich die Technologiewerte. Intel hatte am Donnerstag nach Börsenschluss keinen so schlechten Ausblick geliefert, wie Analysten erwartet hatten. Die Aktien gewinnen 2,1 % auf 26,69 $. Analog Devices legen um 3,4 % auf 43,96 $ zu, Applied Materials verteuern sich um 2,5 % auf 41,25 $ und Integrated Device Technology rücken um 4,5 % auf 28,50 $ vor. Die Internet-Softwarebranche erholt sich etwas von den Vortagesverlusten, nachdem die Gewinnwarnung von Manugistics auf die Kurse gedrückt hatte. Bea Systems klettern um vier Prozent auf 13,83 $, I2 Technologies ziehen um zehn Prozent auf 5,64 $ an und Commerce One verbessern sich um vier Prozent auf 3,13 $.

Im DJIA werden einige Werte stark von den zurückgegangenen Konsumausgaben getroffen. General Motors büßen 1,8 % auf 52,31 $ ein, Ford verlieren 3,2 % auf 18,78 $. Auch Einzelhandelswerte geben nach. So rutschen Lowe's um fünf Prozent auf 33,10 $ ab, Home Depot verbilligen sich um 2,7 % auf 42,39 $ und Pier 1 Imports sinken um 5,1 % auf 9,60 $.

Der Konsum war in der Konjunkturflaute so etwas wie eine "letzte Bastion" gewesen, sagen Händler. Doch mit einem Rückgang der Erwerbstätigen um 113 000 Personen statt geschätzten 40 000 bedeute dies auch fallende Ausgaben in den privaten Haushalten. "Ich bin skeptisch, was die Aktienmärkte angeht. Normalerweise durchbrechen wir bei einem Crash noch die alten Tiefststände, bevor es wieder aufwärts geht", sagt ein Händler.

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