Nach US-Zahlen
Sal. Oppenheim belässt Daimler-Chrysler auf 'Neutral'

In den rückläufigen US-Absatzzahlen von Chrysler sieht das Bankhaus Sal. Oppenheim keinen Grund, etwas an seiner Einstufung der Daimler-Chrysler-Aktien zu ändern.

dpa-afx FRANKFURT. Er habe die Papiere weiter auf "Neutral", sagte Analyst Patrick Juchemich am Dienstag im Gespräch mit dpa-AFX. Auf den ersten Blick hätten einige Anleger den Rückgang von 5,8 Prozent im November vielleicht als enttäuschend empfunden. Aber zumindest habe DaimlerChrysler nicht wie andere US-Automobilhersteller über eine Vielzahl von Null-Prozent-Finanzierungsangeboten zusätzliche Verluste gemacht.

Der Absatzrückgang bei Chrysler habe daher im Rahmen der Erwartungen gelegen, erklärte Juchemich. Die Detroiter hätten im November nicht mehr so großzügig mit Rabatten über die Gesamtmodell-Palette gearbeitet wie im Vormonat. Dem Analysten zufolge ist dies jedoch nicht automatisch negativ zu bewerten: "Mit jedem Auto, das Sie mit einer Null-Prozent-Finanzierung und einem zusätzlichen Kaufanreiz von bis zu 2 600 Dollar versehen, generieren Sie einen Verlust."

Juchemich: Testfahrt-Probleme bei "Cherokee" nicht mit Elchtest vergleichbar

Viel wichtiger sei der Umstand, dass der "Dodge Ram", ein "sehr wichtiges Fahrzeug für Chrysler", als auch der "PT Cruiser" und der Jeep "Liberty" auf eine gute Resonanz gestoßen seien. Die Berichte über die missglückte Testfahrt mit dem "Jeep Liberty", der in Deutschland als "Cherokee" vermarktet wird, hatten für Juchemich keinen Neuigkeitswert. Sie sei bereits vor Wochen von der US-Autozeitschrift "Autoweek" ausgeführt worden und habe unter Bedingungen stattgefunden, die für Geländefahrzeuge eher unüblich sind. Ein Vergleich mit den "Elchtest"-Problemen bei der A-Klasse sei daher nicht angebracht.

Positiv für Chrysler wertete Juchemich vor allem die Tatsache, dass eine Reduzierung der Vorratsbestände von 79 Tagen per Ende Oktober auf 66 Tage per Ende November erfolgt sei. Von den Mercedes-Benz-Absatzzahlen gab sich der Analyst weniger beeindruckt. Der November-Anstieg von 11,4 Prozent sei gut gewesen, in der Gesamtjahresbetrachtung (+0,7 Prozent) bewege man sich aber nur auf Vorjahresniveau. Die faire Bewertung für Daimler-Chrysler sieht Juchemich bei 46 Euro. Als "Neutral" stuft Sal. Oppenheim einen Titel ein, bei dem ein Kursanstieg von 5 bis 10 Prozent in den nächsten 6 bis 9 Monaten erwartet wird.

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