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Nach Verbot von Skinhead-Organisation "Kriegskasse" beschlagnahmt

Nach dem Verbot der rechtsextremistischen Skinhead-Organisation "Blood & Honour" (Blut und Ehre) und deren Jugendverband "White Youth" sind am Donnerstag bundesweit 45 Wohnungen durchsucht worden.

dpa BERLIN. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin mit. Es sei eine Fülle von Material beschlagnahmt worden. Dazu gehörten die "Kriegskasse" der Organisation mit einem fünfstelligen Betrag, Computer und Musik-CDs. Waffen wurden nicht gefunden.

Von den USA werde Unterstützung im Kampf gegen rechtsextreme Internetseiten erhofft, da auf die Seiten auch über einen US- amerikanischen Provider zugegriffen werden könne. Die rechtlichen Möglichkeiten seien für Deutschland hier sehr begrenzt.

"Blood & Honour" unterhält nach Beobachtung des Verfassungsschutzes ein weltweites Netzwerk in allen europäischen Staaten, den USA, Australien und Südafrika. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hatte bei einem Treffen mit FBI-Direktor Louis Freeh eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Die Zahl der neonazistische Webseiten im Internet beläuft sich Schily zufolge auf rund 350.

Die in den 80er Jahren gegründete "Blood & Honour"-Bewegung versucht nach Angaben des Verfassungsschutzes, die Skinhead-Szene durch neonazistische Musik politisch zu beeinflussen. Das Programm der 1994 in Berlin gegründeten deutschen Gruppe lehnt sich an das Programm der NSDAP von 1924 an. Ihr Ziel sei es, die nationalsozialistische Weltanschauung auf dem musikalischen Sektor zu verbreiten.

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