Nach Vergeltungsschlag
Israelische Armee verlässt Tulkarem

Israelische Armeeinheiten haben am Dienstag nach einem Vergeltungsschlag die Stadt Tulkarem im Westjordanland wieder verlassen. Nach Armeeangaben war während der Militäraktion das Haus eines führenden Mitgliedes der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat gesprengt worden.

HB/dpa JERUSALEM/TULKAREM. Nach israelischer Darstellung handelt es sich um den Drahtzieher des Anschlages auf den israelischen Kibbuz Metzer, bei dem am Sonntagabend fünf Israelis getötet worden waren.

Dagegen sagte der Gouverneur von Tulkarem, der Fatah-Aktivist sei nur ein hochrangiger Vertreter des politischen Flügels der Organisation. Durch die Sprengung des Hauses seien 14 Familienmitglieder obdachlos geworden. Nach palästinensischen Angaben wurde ein neun Jahre alter Junge bei dem israelischen Militäreinsatz verletzt.

Nach israelischen Medienberichten war die Armee mit rund 30 Panzern, Schützenpanzern und Jeeps in das Flüchtlingslager von Tulkarem eingerückt. Zuvor hatten Ministerpräsident Ariel Scharon und Verteidigungsminister Schaul Mofas Vergeltungsmaßnahmen für den Anschlag auf den Kibbuz Metzer beschlossen. Außerdem soll die Bevölkerung entlang der grünen Grenze zu den Palästinensergebieten modernere Waffen erhalten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%