Nach Verlust in 2001
Goodyear streicht 3 500 Stellen

Der US-Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber will nach einem Verlust im vergangenen Jahr bis zum Jahresende weltweit rund 3 500 Stellen streichen.

Reuters AKRON/MAILAND. Der US-Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber will nach einem Verlust im vergangenen Jahr bis zum Jahresende weltweit rund 3 500 Stellen streichen. Den Nettoverlust 2001 gab Goodyear am Freitag mit 203,6 Millionen Dollar (rund 233 Millionen Euro) an. Die angekündigten Stellenstreichungen vor allem in Bereichen mit hohen Produktionskosten sollen zu jährlichen Einsparungen von gut 100 Millionen Dollar führen. 2 200 Arbeitsplätze sollen direkt bei Goodyear wegfallen, der Rest bei Gemeinschaftsunternehmen. Goodyear beschäftigt nach eigenen Angaben rund 96 000 Mitarbeiter.

Auch der italienische Konkurrent Pirelli litt unter der weltweiten Konjunkturschwäche. Der operative Gewinn fiel nach Unternehmensangaben 2001 auf 295 (Vorjahr 437) Millionen Euro. Die traditionelle Reifen-Sparte habe allerdings unter anderem dank der Konzentration auf hochpreisige Produkte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreicht. Im profitableren Geschäft mit Telekom-Kabeln, das knapp ein Fünftel zum Gruppenumsatz beigesteuert, sei die Nachfrage um mehr als zehn Prozent eingebrochen. Was die weitere Entwicklung angeht, bleibe man vorsichtig.

Branchenexperten erwarten für das laufende Jahr eine Fortsetzung der Branchenflaute. "Die Nachfrage nach Telekommunikationskabeln ist im vergangenen Jahr kollabiert, und 2002 wird für dieses Geschäft auch schrecklich sein", sagte Analyst Brian Coleman von JP Morgan.

Goodyear-Aktien stiegen in einem freundlichen New Yorker Aktienmarkt gut sechs Prozent auf 22,70 Dollar. An der festeren Mailänder Börse kletterten Pirelli-Titel gut drei Prozent auf 1,7650 Euro.

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