Nach Verlustanzeige
Vogt Electronic baut 200 Stellen ab

Die Vogt Electronic AG hat die Hälfte ihres Grundkapitals aufgezehrt und will 200 Stellen abbauen. Der vorläufige Jahresabschluss zum 30. September ergebe einen Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals, teilte das Unternehmen aus Obernzell bei Passau in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Reuters MÜNCHEN. Schuld sei die Marktschwäche in der Elektro- und Elektronikindustrie, die Aufträge und Umsätze habe sinken lassen. Nach dem Aktiengesetz müssen Börsengesellschaften einen Verlust von mehr als die Hälfte des Grundkapitals gesondert bekannt geben und eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen.

Ein Firmensprecher sagte, der Zulieferer von Bauteilen müsse nun Kapazitäten in der Produktion abbauen. Dabei sollen am Hauptsitz Erlau rund 200 von 648 Arbeitsplätzen in der Produktion wegfallen. Rund 27 Millionen Euro würden dafür im Abschluss 2001/2002 zurück gestellt.

Den Aktionären will Vogt einschneidende Kapitalmaßnahmen vorschlagen: Die Hauptversammlung soll einen Kapitalschnitt im Verhältnis 3 : 1 und die Ausgabe von Optionsgenussrechten beschließen. "Das Restrukturierungsprogramm wird durch die den Vogt-Electronic-Konzern finanzierenden Banken positiv begleitet", hieß es in der Mitteilung weiter. Der Firmensprecher wollte die Gläubigerbanken nicht nennen. Es seien namhafte Institute in Deutschland und Österreich, sagte er lediglich. Auch zur Höhe der vergebenen Kredite wollte er nichts sagen. Die Vogt Electronic ist am Kleinwertesegment Smax notiert. Die Aktie verlor am Donnerstag 18,6 Prozent auf 3,50 Euro.

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