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Nach Verschnaufpause wieder im Plus

New Yorks wichtigste Börsenbarometer gaben am Vormittag ihre morgendlichen Gewinne wieder ab, konnten sich jedoch bis zur Mittagsstunde wieder erholen.

Der Dow Jones Index notiert mit 0,5 Prozent im Plus. Der technologielastige Nasdaq Index hat sich mittlerweile um 0,2 Prozent erholt. Heute dürfte es beiden Kursbarometern jedoch schwer fallen, die Kursverluste des gestrigen Tages im Handelsverlauf noch ausgleichen zu können.

Die Indizes belasteten am Vormittag vor allem die Kursverluste bei den Pharmawerten Merck und Pharmacia. Mercks Vioxx und Pharmacias Celebrex, beides Schmerzmittel, die den Unternehmen jährlich Einnahmen von bis zu fünf Milliarden Dollar bescheren, können angeblich zu gefährlichen Blutgerinnseln und Herzinfarkten führen. Das Risiko bestehe vor allem bei Patienten, die ohnehin schon unter Herzproblemen leiden. Das behauptet das US-Ärztemagazin "Journal of the American Medical Association" in seiner letzten Ausgabe. Doch nicht nur Merck und Pharmacia sind betroffen. Pharmacia vermarktet das Schmerzmittel Celebrex gemeinsam mit Pfizer. Die Aktien beider Unternehmen notieren schwächer. Die Aktie von Merck gehört zur Mittagsstunde zu einem der größten Verlierer unter den Dow Jones Werten. Das Papier von Bristol-Myers und Schering-Plough rutschten ebenfalls in den roten Bereich.

Schwächer notieren auch zur Wochenmitte die Aktien der Telekommunikations- und Softwarebranche. SBC Communications und Microsoft stehen ganz oben auf der Dow Verliererliste. Qwest Communications belastet den Telekomsektor, nachdem die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter davor warnten, dass das Unternehmen die Wachstumsprognosen der Wall Street voraussichtlich nicht erfüllen werde. Zudem sei die Aktie von Qwest, selbst nach dem diesjährigen Kursrutsch von fast 50 Prozent, immer noch zu teuer. Auch die Aktie von Verizon gleitet ins negative Terrain ab.

Erneut schwächer zeigen sich auch die Einzelhandelswerte. Der Titel von Discounthändler Costco und von Haus- und Bäderausstatter "Bed Bath and Beyond" zählen zu den schwächsten Werten des Nasdaq Index. Bereits gestern hatten Target und Kmart Kurseinbußen zu verkraften.

Gefragt sind am Mittwoch dagegen vor allem die Aktien der Chip- und Ölindustrie. Ein positiver Bericht zur Umsatzentwicklung im Chipbereich gibt den Aktien des Sektors Auftrieb. Im Juli sei die Nachfrage nach Chipzubehör im dritten Monat in Folge gestiegen, so das Ergebnis eines Berichts. Die Zahl neuer Aufträge nahm im vergangenen Monat um fünf Prozent zu. Einziger Wermutstropfen: Das Auftragsvolumen liegt im Chipbereich immer noch 74 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Vor allem die rückläufige Nachfrage der Internet-, Computer- und Telekommunikationsindustrie schadete der Branche. Bei Genesung der US-Wirtschaft dürften diese Sektoren und damit auch der Chipbereich die ersten sein, die von der Erholung profitieren, so die Meinung zahlreicher Experten. Texas Instruments legt an Wert zu. Auch die Aktien der Chipkomponentenhersteller Applied Materials und RF Micro Devices verteuern sich.

General Motors führt auch zur Mittagsstunde die Gewinnerliste der 30 US-Standardwerte an. Der weltweit größte Automobilkonzern bestätigte am Morgen, dass das Unternehmen die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal erfüllen werde. Erst Ende vergangener Woche hatte Konkurrent Ford vor einem enttäuschenden Gesamtjahresergebnis gewarnt und angekündigt, 5000 Mitarbeiter zu entlassen. Die Nachricht hatte die Automobilbranche zunächst belastet. General Motors gab am Morgen Entwarnung. Die Dresdner Kleinwort Wasserstein bekräftigt die Kaufempfehlung für GM. Das Kursziel steht bei 80 Dollar pro Aktie.

© Wall Street Correspondents Inc.

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