Nach Wahlniederlage
CSU-Kreise: Parteichef Huber tritt zurück

Bislang hatte er sich mühsam im Amt gehalten, jetzt verlautete aus Parteikreisen, dass CSU-Chef Erwin Huber nun doch als Konsequenz aus den schweren Verlusten seiner Partei bei der Landtagswahl zurücktreten wird. Auch über die Zukunft des bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein scheint es eine Entscheidung zu geben.

HB MÜNCHEN/BERLIN. Vom Rücktritt Hubers erfuhren Nachrichtenagenturen am Dienstag aus CSU-Kreisen. Nachfolger wird demnach der bisherige Parteivize und Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. Er soll auch Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl 2009 werden. Entgegen anders lautenden Informationen wird Generalsekretärin Christine Haderthauer ebenfalls ihr Amt verlieren. Zunächst war gemeldet worden, die umstrittene Generalsekretärin werde vorläufig weitermachen. Huber wolle seine Entscheidung am Vormittag bekanntgeben.

Ministerpräsident Günther Beckstein soll trotz des Absturzes der CSU bei der Landtagswahl im Amt bleiben. Eine Meldung der Münchner „Abendzeitung“, nach der auch Beckstein zurücktreten werde, ließ der Ministerpräsident umgehend dementieren. Entsprechende Informationen seien „absolut falsch“, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei am Dienstag.

Huber werde den Vorsitzendenposten beim Sonderparteitag am 25. Oktober in München niederlegen und bis dahin wie Haderthauer vorläufig im Amt bleiben. Huber wolle seine Entscheidung am Vormittag bekanntgeben, hieß es in CSU-Kreisen.

Am Montagabend hatten sich Huber, Ministerpräsident Günther Beckstein, Seehofer und mehrere andere Teilnehmer in München zu einem Krisengespräch getroffen. Endgültig soll über die künftige Aufstellung der Partei auf dem Sonderparteitag in München entschieden werden. Das hatte die Partei am Montag mitgeteilt.

Die CSU war bei der Landtagswahl am Sonntag von 60,7 auf 43,4 Prozent abgestürzt. Sie büßte ihre Alleinherrschaft ein und ist künftig auf einen Koalitionspartner angewiesen.

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