Nach weiterem Unfall Sprunglauf endgültig abgebrochen
Schwerer Sturz beim Skispringen

Beim Skispringen in Engelberg/Schweiz hat es einen schweren Sturz gegeben. Nach einigen weiteren Versuchen wurde das Springen abgebrochen.

HB BERLIN. Beim Weltcup-Skispringen in Engelberg hat es einen schweren Sturz des Südkoreaners Choi-Heung Chul gegeben. Bei starkem Schneefall und schwierig zu meisterndem Rückenwind kam der unerfahrene Asiate gleich nach dem Absprung nicht in die notwendige Flugkurve und stürzte kopfüber den Aufsprunghang hinunter.

Chul wurde am Fuß des Hanges sofort behandelt und dann abtransportiert. Er kam aber mit Prellungen sowie Zerrungen davon. Die Röntgenuntersuchungen im Hospital in Stans ergaben, dass sich der Asiate bei seinem Missgeschick weder Brüche noch eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Choi bleibt aber über Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus. «Dem Skispringen klebt das Pech an den Stiefeln«, sagte der südkoreanische Trainer Jochen Danneberg. »Ich mache der Jury keinen Vorwurf. Nicht der Wind, sondern der Nassschnee am Schanzentisch haben den Ausschlag gegeben.«

Der Sprunglauf wurde trotz des Sturzes noch einmal fortgesetzt. Nachdem aber der Rohrhardsberger Alexander Herr seinen Versuch auch nur mit Mühe stehen konnte, wurde der Wettbewerb endgültig abgebrochen.

Das Weltcup-Skispringen war zuvor schon mehrere Male abgebrochen und erst um 14.45 Uhr neu gestartet worden. Gut drei Wochen, nachdem der Österreicher Thomas Morgenstern im finnischen Kuusamo in ähnlicher Manier gestürzt war, wurde erneut ein Springen bei schwierigsten Bedingungen zu spät abgebrochen. Walter Hofer, Skisprung-Chef des Internationalen Skiverbandes FIS, wies jede Mitschuld von sich. «Alle Athleten vor Choi hatten mit dem Absprung kein Problem. Zwei Stürze in so kurzer Zeit sind bedauerlich, aber im Training der Verbände passiert mehr als bei den Wettkämpfen.»

Erst zwei von acht Skispringen in der bisherigen Saison konnten wegen der Wetterbedingungen planmäßig absolviert werden.

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