Nach Wochenende der Gewalt
Israel: Weitere Vergeltungsangriffe zu erwarten

Nach der Serie blutiger Terroranschläge gegen Israelis am Sonntag wird die israelische Armee in den kommenden Tagen vermutlich weitere Vergeltungsangriffe gegen Einrichtungen der palästinensischen Autonomiebehörde fliegen.

dpa TEL AVIV/JERUSALEM. Dies berichteten israelische Medien am Montag nach einem Treffen von Israels Ministerpräsident Ariel Scharon und seinen wichtigsten Ministern in der Nacht. Das Kabinett entschied sich bei der Sitzung auch gegen die umstrittene Errichtung so genannter Sicherheitszonen entlang der israelischen grünen Grenze mit dem Westjordanaland.

Nach den drei Anschlägen, bei denen am Sonntag fünf Israelis und zwei Attentäter getötet sowie mehr als 80 verletzt worden waren, hatte die israelische Luftwaffe Gebäude der Autonomiebehörde in Ramallah und Jericho (Westjordanland) zerstört. Angesichts der Terroranschläge rechnen israelische Beobachter in dieser Woche nicht mehr mit einem Treffen von Palästinenserführer Jassir Arafat und Israels Außenminister Schimon Peres.

Inzwischen wurde bekannt, dass die israelische Polizei den Sohn des israelischen Arabers festgenommen hat, der sich am Sonntag vor dem Bahnhof von Naharia in die Luft gesprengt und dabei drei Israelis mit in den Tod gerissen hatte. Der 54-jährige Mohammed Schaker Habischi hatte offenbar im Auftrag der palästinensischen Hamas - Organisation gehandelt. Er hatte sich vor dem Anschlag ins benachbarte Westjordanland abgesetzt. Die Palästinenser hätten Forderungen nach seiner Verhaftung abgelehnt, berichtete der israelische Rundfunk.

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