Nach Zerschlagung der Swissair
Lufthansa-Kurs im Landeanflug

Die Zerschlagung der Schweizer Traditionsfluggesellschaft Swissair hat den Kurs der Lufthansa-Aktie am Dienstag nicht weiter beflügeln können.

dpa-afx FRANKFURT. Ein Konkurrent weniger am Himmel belebt das Geschäft - nach diesem Motto war der Kurs am Vortag noch zeitweise in die Höhe gegangen. Doch am Dienstag setzte das Papier wieder zur Landung an und bildete das Schlusslicht der Titel im Dax. Die Aktien der Lufthansa verloren zeitweise über 8 % auf bis zu 9,65 Euro.

Lufthansa - Intraday-Chart

Analysten hatten ohnehin nicht damit gerechnet, dass die Lufthansa-Aktie nun abrupt zum Steilflug ansetzen würde. Sie wiesen weiter auf die schwierige Situation der Luftfahrtbranche nach den Terroranschlägen in den USA hin. "Die Branche konsolidiert sich jetzt", sagte Mathias Christmann von Delbrück Asset Management. "Auch die Lufthansa wird sich schwer tun, am Ende des Jahres ein Plus vor die Bilanz zu schreiben - wenn sie auch kein Pleitekandidat wie möglicherweise viele kleine Airlines ist." Die Zerschlagung der Swissair könne nur für kurze Zeit Stabilität in den Markt bringen, schätzt der Experte.

Auch Analyst Uwe Weinreich von der HypoVereinsbank rechnet damit, dass der Schock nach der Terrrorserie die Passagierzahlen noch mindestens fünf Monate kräftig drücken und Markt sowie Aktienkurse belasten dürfte. "Ich glaube, dass die Lufthansa-Aktie noch weiter fallen wird", sagte er. Da helfe der Kranich-Airline auch nicht der Ausfall der Swissair auf der Strecke zwischen Deutschland und der Schweiz. "Auf dieser Strecke gab es ohnehin Überkapazitäten, da wird die Lufthansa jetzt wohl kaum einspringen." Allerdings rechne er mit Preiserhöhungen.

Auch Kollege Christmann bezweifelt, dass die Lufthansa jetzt auf den ehemals von der Swissair beflogenen Strecken kräftig aufstocken werde. Es könne aber sein, dass ehemalige Swissair-Kunden zur deutschen Konkurrenz wechseln würden. Interessanter für die Lufthansa könnten ohnehin die Swissair-Geschäftsfelder wie Catering und Logistik werden, sagte der Luftfahrt-Analyst.

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