Nach Zusammenführung von Herold und Zurich Gruppe Deutschland
Zurich will in Deutschland bis zu 750 Stellen streichen

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services (ZFS) will bei seinen deutschen Töchtern Deutscher Herold und Zürich Gruppe Deutschland von derzeit 7 000 bis zu 750 Stellen in drei Jahren abbauen.

DÜSSELDORF. Das geht aus einem Schreiben vom designierten neuen Chef der Deutschland-Holding, Axel Lehmann, an die Mitarbeiter hervor. Ein Sprecher der Zürich-Agrippina bestätigte die Pläne, stellte aber heraus, dass es dabei keine Kündigungen geben soll.

ZFS hatte vor kurzem den Versicherer Deutscher Herold von der Deutschen Bank im Tausch gegen den Vermögensverwalter Scudder übernommen. Von der Zusammenführung der beiden Unternehmen - Herold und Zürich Gruppe Deutschland - verspricht sich das Management jährliche Einsparungen bei Sach- und Personalkosten von 75 Mill. Euro.

"Das größte Einsparpotenzial gibt es, wenn künftig Doppelarbeiten vermieden werden", erklärte der Sprecher. Entsprechend ist der Bereich Informationstechnologie am stärksten betroffen: Hier sollen 139 Stellen gestrichen werden. Daneben sollen 118 Mitarbeiter im Servicebereich bei Zürich Deutschland und den Töchtern Patria und Neckura eingespart werden. 105 Stellen stehen im Bereich Privatkunden zur Disposition. Nicht betroffen sind das Direkt- und das Industriekunden-Geschäft.

Die Kürzungen sollen laut Schreiben in drei Stufen erfolgen: 30 Prozent der betroffenen Stellen sollen in diesem Jahr eingespart werden; die Hälfte im kommenden Jahr und der Rest im Jahr 2004. Morgen will das Management die Mitarbeiter auf Betriebsversammlungen informieren.

Wie bereits zuvor bekannt wurde, bündelt ZFS seine nunmehr acht deutschen Versicherungsgesellschaften (sechs Zürich, zwei Herold) unter einer gemeinsamen Holding (siehe HB, 5.4.). Eine Zusammenlegung etwa der Zürich Agrippina Leben und Herold Leben ist demnach nicht geplant. Beide Marken bleiben erhalten.

Ein Teil des Deals mit der Deutschen Bank ist, dass ZFS künftig exklusiver Lieferant für Versicherungsprodukte für die Bank werden wird. Anders etwa als das Duo Dresdner Bank/Allianz setzt die Deutsche Bank damit beim Thema Allfinanz auf eine Kooperation statt auf eine Fusion, ähnlich wie Münchener Rück/Hypo-Vereinsbank.

Quelle: Handelsblatt

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