Nach zwei Wochen nachlassender Gewalt
Israelis erschießen sechs Palästinenser im Gazastreifen

Nach zwei Wochen mit nachlassender Gewalt hat der Tod von sechs bewaffneten Palästinensern deutlich gemacht, wie weit ein Frieden im Nahen Osten noch entfernt ist. Es gebe weiter viele Versuche von Terroristen, nach Israel einzudringen und Israelis zu töten, erklärte am Montag der israelische Regierungssprecher Arieh Meckel. Palästinensische Politiker sprachen von einer gefährlichen Eskalation, die zeige, dass Israel weiter militärisch gegen das palästinensische Volk vorgehen wolle.

ap JERUSALEM. Israelische Soldaten hatten am Sonntagabend bei zwei Gefechten insgesamt sechs bewaffnete Palästinenser erschossen, die versucht haben sollen, im nördlichen Gazastreifen die Grenze nach Israel zu überschreiten oder in eine Siedlung einzudringen. Bei beiden Gruppen sei Sprengstoff für Anschläge gefunden worden, teilte die israelische Armee mit.

Noch am Sonntag hatte der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben Elieser den Palästinensern einen merklichen Rückgang der Gewalttaten in der zweiten Dezemberhälfte bescheinigt. Die Zahl palästinensischer Angriffe auf israelische Ziele habe sich seit dem Antigewaltappell von Präsident Jassir Arafat vor zwei Wochen drastisch vermindert, berichtete Ben Elieser. Er sprach von einem Schritt zur Fortführung der Friedensgespräche. Ministerpräsident Ariel Scharon ist aber weiter unzufrieden.

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