Nach zweitägiger Konferenz
Wirtschaftsminister gegen feste Termine für EU-Erweiterung

dpa STUTTGART. Die Wirtschaftsminister der Länder haben sich gegen feste Termine für den Beitritt neuer EU-Mitglieder ausgesprochen. Nach einem zweitägigen Treffen der Wirtschaftsministerkonferenz sagte ihre Vorsitzender, Sachsens Wirtschaftsminister Kajo Schommer (CDU), am Freitag in Stuttgart, die Beitrittskandidaten müssten erst fit gemacht werden vor der Erweiterung. Die Wirtschaftsminister hätten aber keinen Zweifel daran, dass der Beitritt der osteuropäischen Länder ein politischer und wirtschaftlicher Gewinn sei. Beitrittsverhandlungen gibt es mit Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Estland und Zypern.

In einer Erklärung weisen die Wirtschaftsminister darauf hin, dass das Wirtschaftsgefälle gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zwischen den 15 EU-Ländern und den Kandidaten "nach wie vor enorm" und weit größer als bei den Süderweiterungen der achtziger Jahre sei. Auch Deutschland müsse sich auf die EU-Osterweiterung vorbereiten. Die deutsche Wirtschaft könne ihre Spitzenstellung nur halten, wenn sie dem Verdrängungswettbewerb durch die mittel- und osteuropäischen Niedriglohnländer ausweiche. Deutschland muss sich nach Ansicht der Wirtschaftsminister auf Forschung, Entwicklung, Endmontage und Vertrieb konzentrieren.

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