Nachbörslich notiert
IBM schafft Vertrauen – Bush nicht

Was dem Präsidenten nicht gelang, schaffte am späten Dienstagabend IBM. George W. Bush hatte zwar mit Pathos versucht, neue Hoffnung in die von einer Vertrauenskrise gebeutelten Märkte zu bringen - allein, die Aktien rutschen nach seinem Auftritt an der Wall Street tiefer und tiefer in die Miesen.

wsc NEW YORK. Vertrauen redet man eben nicht herbei, man muss es sich verdienen. IBM, der Computerriese aus dem Staat New York, bemüht sich darum redlich und legte noch am Abend die Bilanzen der vergangenen fünf Quartale neu auf. Analysten und Anleger haben nun mehr Informationen als bisher, vor allem was den Verkauf der bekanntlich verlustträchtigen Festplatten-Einheit betrifft - wenngleich diese IBM-Aktionären nicht mehr lange Sorgen machen muss, denn sie wird an den japanischen Konkurrenten Hitachi verkauft.

Andere Aktien setzten im späten Handel den Tagestrend größtenteils fort - für die Titel der High-Tech-Branche hieß das, es ging noch einmal runter. Mit einer Ausnahme: Die Aktie von Yahoo verbesserte sich nach einem eher schwachen Dienstagshandel um ein ganzes Prozent - das Online-Portal legt am Mittwoch Quartalszahlen vor und Anleger sind trotz der noch lange nicht überwundenen Schwäche im Online-Anzeigenmarkt optimistisch.

Zu den übrigen Unternehmen, die am Mittwoch über das vergangene Quartal berichten, gehören der Hersteller von Anti-Viren-Software McAfee, Redback Networks und der Biotech-Riese Genentech.

Ein anderes Biotech-Unternehmen macht auch ohne Quartalsüberblick Gewinne. Aktien von Andrx legten am späten New Yorker Abend um 7 % zu, nachdem die Prüfbehörde ihr Einverständnis für die Marktzulassung für ein Generika in Aussicht gestellt hat, mit dem Genentech dem umsatzstarken Anti-Allergikum Claritin von Schering-Plough Konkurrenz machen will.

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