Nachbörsliche Meldung: Gewinn- und Umsatzrückgang - Aktie fällt
Gewinn von Oracle schmilzt dahin

Die sinkende Software-Nachfrage zeigt ihre Wirkung: Der weltweit zweitgrößte Software-Hersteller Oracle hat im abgelaufenen Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang verbucht.

Reuters REDWOOD SHORES. Auf Grund der gesunkenen Nachfrage nach Software-Produkten sei der Umsatz schwächer als erwartet ausgefallen, teilte das US-Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mit. Für das laufende Geschäftsquartal sagte Oracle einen Umsatzrückgang sowie einen Gewinn im Rahmen der Analystenprognosen voraus. Oracle-Aktien reagierten nachbörslich mit deutlichen Kursverlusten auf die Unternehmensnachrichten.

Der Gewinn vor Sonderposten fiel nach Konzernangaben im ersten Geschäftsquartal 2002/03 (zum 31. August) auf 386 Millionen Dollar oder 0,07 Dollar je Aktie. Der Nettogewinn belaufe sich auf 343 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum 511 Millionen Dollar) oder 0,06 (0,09) Dollar je Aktie. Analysten hatten einer Umfrage von Thomson First Call zufolge im Schnitt mit einem Gewinn von 0,07 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz sei im Jahresvergleich auf 2,03 (2,27) Milliarden Dollar gefallen, teilte Oracle weiter mit. Der Umsatz mit neuen Software-Lizenzen, ein wichtiger Maßstab für die Geschäftsentwicklung, ging um 23 Prozent auf 549 Millionen Dollar zurück.

Im Juni hatte der im kalifornischen Redwood Shores ansässige Software-Konzern für das erste Geschäftsquartal einen Gewinn von 0,07 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Beim Umsatz mit Software-Lizenzen wurde ein Rückgang von 15 bis 25 Prozent zum Wert des Vorjahreszeitraums prognostiziert.

Den Gesamtumsatz im laufenden zweiten Geschäftsquartal erwartet Oracle vier bis sieben Prozent unter dem Vorjahreswert, wie Oracle-Finanzchef Jeff Henley bei einer Telefonkonferenz sagte. Damit ergäbe sich ein Wert zwischen 2,23 bis 2,3 Milliarden Dollar. Analysten rechnen einer Umfrage von Thomson First Call zufolge im Schnitt mit einem Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Dollar.

Der Umsatz mit Software-Lizenzen werde um zehn bis 15 Prozent zurückgehen, kündigte Henley an. Den Gewinn je Aktie im laufenden Geschäftsquartal sagte Henley mit 0,08 bis 0,09 Dollar voraus. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen belaufen sich hier bislang auf 0,09 Dollar.

Auf der elektronischen Handelsplattform Instinet verlor der Aktienkurs von Oracle im nachbörslichen Geschäft auf 8,40 Dollar, nachdem die Papiere den Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq mit 9,03 Dollar beendet hatten.

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