Nachfolge noch ungewiss
Scheurle wechselt zur Credit Suisse First Boston

Der Präsident der Regulierungsbehörde habe in den vergangenen Monaten mehrere Angebote aus der Wirtschaft bekommen und die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, so ein Sprecher der Regulierungsbehörde heute in Bonn. Klaus-Dieter Scheurle - UMTS-Held und Telekom-Schreck

ap BONN. Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Klaus-Dieter Scheurle, wechselt zum Jahresende zur Investmentbank Credit Suisse First Boston. Scheuerle habe in den vergangenen Monaten mehrere Angebote aus der Wirtschaft bekommen und die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, sagte am Freitag ein Sprecher der Regulierungsbehörde in Bonn. In der Übergangszeit soll Vizepräsident Matthias Kurth die Amtsgeschäfte übernehmen.

Gleichzeitig bemühte sich die Behörde Gerüchte über den geplanten Umbau der Führungsspitze zu dämpfen. Kurth selbst wies am Freitag Meldungen, er werde Nachfolger Scheurles als Spekulationen zurück. Das Vorschlagsrecht liege beim Beirat der Regulierungsbehörde. Der werde davon auch Gebrauch machen. Meldungen der zweite Vizepräsident der Regulierungsbehörde Gerhard Harms werde ein Opfer des Revirements werden und freiwillig ausscheiden, widersprach der Sprecher der Behörde. "Herr Harms hat die feste Absicht seinen Vertrag zu erfüllen."

Unterdessen warnte der Dortmunder Telekommunikationsanbieter Versatel Deutschland davor, dass durch den Rücktritt Scheurles und die zu erwartende Nachfolgediskussion die weitere Regulierung des Telekommunikationsmarktes zum Erliegen kommen könne. Versatel-Geschäftsführer Thomas Steinbeck sagte: "Ein weiterer Zeitverlust wäre für die gesamte Branche fatal." Es sei zu hoffen, dass so schnell wie möglich ein Nachfolger gefunden werde, damit die noch anstehenden Beschlüsse zum Thema DSL und Internet-Flatrate ohne unnötige Verzögerungen gefällt und umgesetzt werden können.



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