Nachfolger Bodewig
Klimmt ist zurückgetreten

Der in eine Finanzaffäre verstrickte Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt (SPD) ist zurückgetreten. Dies wurde am Donnerstag am Rande einer Sondersitzung der SPD-Fraktion in Berlin bekannt.

dpa BERLIN. Nachfolger auf dem Ministerposten werde der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Kurt Bodewig. Klimmt (58) zog mit dem Rücktritt die Konsequenzen aus dem tagelangen Druck auch aus den SPD-Reihen.

Die SPD-Fraktion war am Morgen zu einer Sondersitzung zusammengekommen, an der auch Bundeskanzler Gerhard Schröder und Klimmt teilnahmen. Schröder dankte vor den Abgeordneten dem scheidenden Verkehrsminister. Um Schaden von der Bundesregierung abzuwenden, habe er den Rücktritt angenommen. Die Entscheidung über den Rücktritt fiel dem Vernehmen nach am Mittwochabend nach einem Gespräch Klimmts mit Schröder.

Fraktionschef Peter Struck zollte der Entscheidung von Klimmt Respekt. Er habe keinen Zweifel, dass Klimmt bei einem Prozess seine Unschuld beweisen könne, sagte Struck.

Das Amtsgericht Trier hatte am vergangenen Montag einen Strafbefehl gegen Klimmt wegen Beihilfe zur Untreue erlassen und ihn zu einer Geldstrafe über insgesamt 27 000 DM verurteilt.

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