Nachfolger noch nicht in Sicht
Auch Finanzchef Volk verlässt EnBW

Die Führungsebene bei der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) gerät in immer größere Turbulenzen. Ende Juni scheidet nun auch Finanzvorstand Reinhard Volk aus.

KARLSRUHE.Der 51-jährige, promovierte Volkswirt habe den Aufsichtsrat um seine Entlassung gebeten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Vorige Woche hat Vorstandschef Gerhard Goll verkündet, dass er seinen im Sommer 2003 auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern wird. Der eigenwillige Manager will sogar noch früher gehen, sobald ein Nachfolger gefunden ist.

Doch der ist bisher nicht in Sicht. Intern machte sich zwar Gerhard Jochum Hoffnung auf den Spitzenjob. Als der 47-jährige Chef der SWB AG, Bremen, vor gut einem Jahr nach Karlsruhe in den EnBW-Vorstand geholt wurde, galt er als möglicher Nachfolger Golls. Nun aber wollen die Großaktionäre - der Energieriese Electricité de France (EdF) und die OEW, eine Gruppe von baden-württembergischen Gemeinden und Landkreisen - das Spitzenamt lieber extern mit einem ausgewiesenen Energiefachmann aus der Branche besetzen.

Der Ausstieg Volks kommt überraschend. Erst vor zwei Jahren war der frühere Expo-Geschäftsführer - davor war er Finanzchef des niederländischen Flugzeugherstellers Fokker - zur EnBW gewechselt. Er hat den zweiten Börsengang des Energiekonzerns vorbereitet. Anfang des Jahres wurde jedoch die für Mai geplante Aktienplatzierung verschoben.

Gerüchte, dass sich Goll und Volk nicht nur beim Thema Börsengang überworfen haben, werden am Karlsruher Firmensitz vehement dementiert. Ganz wohl soll sich Volk beim drittgrößten deutschen Energiekonzern allerdings nie gefühlt haben. EnBW will den Nachfolger Volks schon bald bekannt geben. Er müsste demnach aus dem Konzern kommen.

Quelle: Handelsblatt

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