Nachfolger soll Julian Nida-Rümelin sein
Naumanns Wechsel nun doch perfekt

Wie aus Regierungskreisen bekannt wurde, wechselt der Kulturstaatsminister doch zur Wochenzeitung "Die Zeit". Die offizielle Bestätigung soll am Donnerstag von Bundeskanzler Schröder kommen.

ap MÜNCHEN/BERLIN. Kulturstaatsminister Michael Naumann scheidet aus der Bundesregierung aus und wechselt als Mitherausgeber zur Wochenzeitung "Die Zeit". Das wurde am Mittwoch in Regierungskreisen bekannt. Nachfolger Naumanns soll der Münchner Kulturreferent Julian Nida-Rümelin werden. Offiziell bestätigte Regierungssprecherin Charima Reinhardt lediglich, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder und Naumann am Donnerstag eine Pressekonferenz geben wollten. Daran soll auch Nida-Rümelin teilnehmen.

Verhandlungen mit der "Zeit" kurz vor Abschluss

Die Verhandlungen Naumanns mit dem Holtzbrinck-Verlag, dem die "Zeit" gehört, stehen nach Angaben der Stuttgarter Verlagszentrale kurz vor dem Abschluss. Danach verlässt auch "Zeit"-Chefredakteur Roger de Weck das Blatt Anfang des Jahres. Dessen Nachfolge werde "in den nächsten Wochen" bekannt gegeben. "Gespräche von Dieter von Holtzbrinck mit dem Staatsminister für Kultur Dr. Michael Naumann über dessen Mitwirkung als Mitherausgeber der 'Zeit' stehen kurz vor dem Abschluss", schrieb der Verlag. Herausgeber der Zeit ist bisher Josef Joffe.

Offizielle Bekanntgabe am Donnerstag

Reinhardt sagte: "Das Problem ist, dass der Kanzler noch keine Gelegenheit hatte, mit Naumann zu sprechen." Das Gespräch solle Donnerstag früh stattfinden. Schröder selbst hatte am Sonntag mögliche Wechsel im Kabinett angedeutet, als er in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" auf die Frage nach einer geplanten Kabinettsumbildung erklärt hatte, er plane zwar nicht, Minister "zu ersetzen, zu entlassen". Aber "es kann immer sein, dass der eine oder andere eine andere Perspektive entwickelt".

Naumann habe um Abschied gebeten

Der 58-jährige Naumann war bereits in den 70-er und 80-er Jahren bei der "Zeit" tätig. Er habe Schröder um seinen Abschied gebeten, um die neue Aufgabe übernehmen zu können.

Münchens´ Kulturreferent soll Nachfolger werden

Nida-Rümelin hat seit geraumer Zeit enge Beziehungen zu Schröder. Er ist seit Juli 1998 Kulturreferent in München. Er wurde 1954 in der Stadt an der Isar geboren und ist seit seinem 20. Lebensjahr Mitglied der SPD.

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