Nachfolger steht für Kontinuität
BMW-Aktie von Milbergs Rücktritts-Meldung schnell erholt

Die völlig überraschende Nachricht des Rücktritts von Vorstandschef Joachim Milberg hat die BMW-Aktie am Dienstagnachmittag kurzzeitig unter Druck gesetzt.

dpa-afx FRANKFURT. Das Papier des Autoherstellers wurde nach Veröffentlichung der Meldung aus München verkauft, konnte sich gegen 16 Uhr aber schließlich wieder schnell erholen. Um 16.55 Uhr stand die Aktie mit 1,83 Prozent im Plus und kostete 37,22 Euro. Der Leitindex Dax notierte zeitgleich bei 5 002,59 Punkten und damit nur noch mit 0,28 Prozent im Plus.

Händler erklärten die kurzfristige Schwäche des Papiers damit, dass der Markt überhaupt nicht mit dem vorzeitigen Rücktritt von Joachim Milberg zum Mai nächsten Jahres gerechnet hatte. Den sofortigen Aufschwung der Aktie wurde als Erkenntnis der Investoren gewertet, dass der designierte Nachfolger Helmut Panke für Kontinuität bürge.

"Man geht davon aus, dass sich nicht sehr viel in der Unternehmensstragie ändern wird", sagte Hendrik Emrich von der Berenberg Bank. Ein anderer sagte, Panke sei ein Mann mit Produktionserfahrung und vor allem kein Finanzvorstand, wie man sich gemeinhin einen Finanzvorstand vorstelle. Er sei vor allem viel charismatischer als Milberg, hieß es. David Moorcroft von der Commerzbank bezeichnete den Wechsel im Vorstand als "neutral" für die Kursentwicklung.

Von anderen Befragten hieß es, es sei vielleicht noch zu früh, etwas zur Zukunft des Konzerns unter Pankes Führung zu sagen. Übergreifend würdigten die Marktbebachter aber schon jetzt die Arbeit von Joachim Milberg: Er habe sehr gute Arbeit verrichtet und die Rover-Krise sehr gut gemeistert.

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