Nachfolger wird Julian Nida-Rümelin
Schröder verabschiedet Naumann

Bundeskanzler Schröder zeigte Verständnis für den Wechsel des Kulturstaatsministers zur Wochenzeitung "Die Zeit".

dpa BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat am Donnerstag offiziell das Ausscheiden von Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) zum Ende des Jahres bekannt gegeben. Er bedauere diesen Schritt, habe aber viel Verständnis für den angestrebten Berufswechsel als Mitherausgeber der "Zeit", betonte der Kanzler auf einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz im Berliner Kanzleramt. Gleichzeitig stellte er den Nachfolger, den Münchner Kulturreferenten Julian Nida-Rümelin vor.

Schröder lobt Naumanns Arbeit

Naumann habe der Bundeskulturpolitik einen neuen Stellenwert in Deutschland gegeben, sagte der Kanzler. "Es ist viel geblieben von seiner Arbeit, auf das wir aufbauen können." Unter Hinweis auf seine Entscheidung für Naumann im Bundestagswahlkampf 1998 sagte Schröder: "Ich habe nichts von meiner Entscheidung von vor zwei Jahren zurückzunehmen." Die Zusammenarbeit mit Naumann sei angenehm und schön gewesen, "das findet man nicht immer in der Politik".

Naumann selbst bedauert seinen Rückzug

Naumann sagte, er bedauere seinen Rückzug aus dem Kabinett außerordentlich. "Ich war in dieser Gruppe sehr glücklich." Sein designierter Nachfolger Nida-Rümelin sagte, es falle ihm nicht leicht, München zu verlassen. Seine Berufung nach Berlin sei überraschend gekommen und er habe dem hohen Anspruch seines Vorgängers zu genügen.

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