Nachfrage nach mobilen Geräten und PCs wächst
US-Chiphersteller warnen vor Euphorie

Die Quartalszahlen der großen US-Halbleiterhersteller - die besten seit 2001 - machen Mut. Nach zwei Jahren tiefer Rezession sieht die Branche klare Zeichen für einen Aufschwung - aber noch keinen Grund zur Euphorie. Daran ändern auch die über den Erwartungen liegenden Ergebnisse der Marktführer wie Intel, Advanced Micro Devices (AMD) und Texas Instruments nichts.

je PORTLAND. Die Vorsicht der Hersteller ist verständlich. Denn noch ist nicht klar, wie lange der Aufschwung anhält. Das Halbleitergeschäft sei gekennzeichnet von hohen Forschungskosten, teuren Investitionen, zunehmend komplexen Produkten und immer kürzeren Produktzyklen, schreibt zum Beispiel AMD warnend im Quartalsbericht.

"Niemand bezweifelt den Aufstieg aus der Rezession, aber es wird ein sehr langsamer Prozess sein", sagt Michael Droeger, der Sprecher des US-Zuliefererverbandes für die Chipindustrie, Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI). Laut SEMI lagen die Auftragseingänge der Mitgliedsfirmen im September um 4 % über den August-Zahlen. Das Verhältnis von Auftragsbuchung zu Abrechnung (book-to-bill ratio) verbesserte sich leicht von 0,92 auf 0,95. Damit kommen auf 100 $ gelieferte und abgerechnete Ware 95 $ an neuen Aufträgen. Nach den Statistiken der US-Notenbank stieg die Kapazitätsauslastung in den amerikanischen Halbleiterwerken im September gegenüber August von 71,2 auf 72,4 %.

Angesichts dessen schnuppern die Investoren bereits einen neuen High-Tech-Frühling. Sie sehen in den jüngsten Zahlen die Rechtfertigung für die kräftigen Kurssteigerungen der Halbleiterfirmen seit Anfang des Jahres. Doch die Hersteller bremsen und bleiben vorerst nur vorsichtig optimistisch. Intel-Chef Craig Barrett erklärte, der Konzern ernte nur die Früchte seiner hohen Investitionen in neue Technologien und eine rationellere Fertigung während des Abschwungs. Intel investierte in den zurückliegenden drei Jahren fast 19 Mrd. $ in neue Fabriken und Anlagen. In diesem Jahr sollen bis zu 3,7 Mrd. $ in die Ausrüstung und 4,3 Mrd. $ in die Forschung und Entwicklung fließen.

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