Nachgebessertes Angebot gefordert
Piloten-Gewerkschaft erklärt Tarifverhandlungen mit Lufthansa für gescheitert

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Verhandlungen am Abend des 2. April in der vierten Tarifrunde für die 4 200 im Cockpit Beschäftigten in den Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns für gescheitert erklärt.

rtr FRANKFURT. Die VC erklärte diesen Schritt, nachdem Lufthansa ein Angebot vorgelegt hatte, das den in der letzten Runde unterbreiteten Vorschlag für eine "zukunftsweisende und leistungsorientierte Vergütungssystematik" mit Zahlen konkretisierte, wie Lufthansa in der Nacht von Montag auf Dienstag mitteilte. Lufthansa habe ausdrücklich weitere Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Die VC habe ultimativ ein zweites, nachgebessertes Angebot gefordert, das am gleichen Abend noch vorgelegt werden sollte, obwohl weitere Verhandlungstermine bereits vereinbart gewesen seien, teilte die Lufthansa weiter mit.

Die Lufthansa legte nach eigenen Angaben in den Tarifverhandlungen mit der Vereinigung Cockpit ein Angebot vor, wonach inklusive einer leistungsorientierten Komponente die vorgeschlagenen Vergütungserhöhungen in diesem Jahr zwischen zehn und 16,7 % gelegen hätten. Darin enthalten sei eine Anpassung in der Laufbahnstruktur von durchschnittlich 3,5 % und eine variable Vergütung in Höhe eines Monatsgehalts. Das Angebot sehe vor, die variable Komponente auf der Grundlage einer über vier Jahre dynamisierten Tabelle abhängig vom Unternehmenserfolg auf zwei Monatsgehälter auszubauen. Die Vereinigung Cockpit hat bisher keine konkreten prozentualen Forderungen vorgelegt, verlangt nach Lufthansa-Angaben jedoch eine Anhebung der Piloten-Bezüge von durchschnittlich 40 %. Die VC hatte ihre Forderungen in der vergangenen Woche mit Warnstreiks untermauert.

Lufthansa hat nach eigenen Angaben kein Verständnis für die Entscheidung der VC und bedauert die Haltung des Tarifpartners. Lufthansa sei weiter verhandlungsbereit und fordere die VC auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um Schaden vom Unternehmen, seinen Mitarbeitern und Kunden abzuwenden, teilte die Fluggellschaft weiter mit.

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