Nachgefragt: Bernd Kolb
„Das Gejammer ist vorbei“

Ein Gespräch mit Bernd Kolb über Multimedia-Agenturen nach der Krise. Bernd Kolb ist Vorstandsvorsitzender der ID Media AG.

Herr Kolb, Ihr Internet-Unternehmen hat im letzten Geschäftsjahr einen Umsatzeinbruch von 73 % verkraften müssen. Wie geht es weiter?

Kolb: Durch das Wegbrechen der Nachfrage sind wir im letzten Jahr gezwungen worden, unsere Größe dem Markt anzupassen - wir haben unsere Mitarbeiterzahl von über 500 auf 150 reduziert. In Deutschland war der Einbruch der Internetbranche im internationalen Vergleich besonders schlimm. Aber jetzt freue mich über das erste Quartal und den Gewinn des Kunden T-Mobile. Dieser positive Trend scheint sich fortzusetzen.

Ist der tiefe Fall der Internetwirtschaft jetzt vorbei?

Kolb: Das Gejammer der Branche haben wir jetzt hoffentlich hinter uns. Ohne Zweifel, die Bedeutung des Mediums Internet hat stark zugenommen, kein Unternehmen darf diesen Kommunikationskanal unterschätzen. Nach zwei schwierigen Jahren hat sich gezeigt, welche Multimediadienstleister überleben können. Was wir in Deutschland aber noch brauchen, ist eine Kultur, in der ?Vision? kein Unwort mehr ist.



Hat sich denn außer einem Schrumpfen der Branche sonst nichts verändert?



Kolb: Doch, es gibt einen Trend zur Fokussierung bei einzelnen Agenturen. Technologie-Dienstleister, die während des Internethypes auch auf Multimediaberatung gesetzt haben, kehren jetzt wieder zu ihren Wurzeln zurück. Die Komplexität für Kommunikationsdienstleister wächst. Wir setzen auf ?E-Marketing?.

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