Nachgefragt: Christoph Mohn
„Das Internet ist wichtig für die Medienindustrie“

Lycos-Europe-Chef Christoph Mohn im Interview über die Rolle des Internets in der künftigen Bertelsmann-Strategie.

Hat Bertelsmann einen Fehler gemacht, als der Werbevertrag mit Lycos Europe (rund 2,7 Mill. Euro im Monat) gekündigt wurde?

Als die Verträge geschlossen wurden, stand etwa die Internet-Buchtochter von Bertelsmann, BOL, im harten Wettbewerb um Kunden mit Amazon. Bertelsmann hat sich aus BOL zurückgezogen. Also entfällt der Grund. Und Lycos hat am 1. November - nach Ablauf des Vertrags - direkt Amazon geschaltet. So uninteressant sind wir also nicht.

Was ist mit anderen Bertelsmann-Gesellschaften, zum Beispiel dem Club?

Die Clubs haben in Europa das Web kaum als Werbemedium entdeckt. In den USA ist das aber schon anders.

Welche Rolle spielt das Internet in der Medienindustrie der Zukunft?

Das Internet wird ein wichtiges Instrument sein. Da habe ich keinen Zweifel. Die Businessmodelle entwickeln sich gerade erst. Der TV-Werbemarkt wird im Verhältnis zum Web verlieren. Aber das heißt nicht, dass jeder Medienkonzern auch alles machen muss.

Werden Sie den ehrgeizigen Expansionskurs von Lycos Europe auch in den nächsten drei Jahren als Firmenchef begleiten?

Ich habe keine anderen Pläne.

Christoph Mohn ist Chef von Lycos Europe. Die Fragen stellte Axel Postinett.

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