Nachgefragt: Hendrik Leber, geschäftsführender Gesellschafter der Acatis Anlageberatung für Investmentfonds
„Fondsanleger brauchen langen Atem"

Internationale Aktienfonds gelten als Klassiker, streuen sie doch die Risiken weltweit. Für wen sind sie geeignet?

Für alle längerfristig ausgerichteten Anleger mit einem Zeithorizont von mindestens fünf Jahren. Globale Aktienfonds mit ihrem breiten Anlageuniversum sind Klassiker für den Vermögensaufbau, etwa für die Altersvorsorge. Das Problem vieler Investoren ist, dass sie glauben, langen Atem zu haben, aber in schwierigen Börsenphasen nach sechs Monaten die Nerven verlieren.

Unter Hunderten von globalen Aktienfonds einen guten zu finden, ist nicht einfach. Worin unterscheiden sich gute von schlechten Fondsmanagern?

Es fällt auf, dass gute Fondsmanager oft bei kleineren Vermögensverwaltern zu finden sind. Natürlich gibt es unumstrittene Ausnahmen, aber generell scheint der Zwang zum Konsens in großen Gesellschaften die Qualität von Entscheidungen zu verderben. Im breiten Mittelfeld findet man viele Fonds, die sich nicht voneinander unterscheiden. Und oft schneiden solche Fonds durch ihre Kosten dann schlechter ab als der Vergleichsindex. In einem kleinen Haus kann man den Mut zu konträren Strategien haben.

Welche Anlagestrategien verfolgen Sie in globalen Aktienfonds?

Wir verfolgen erprobte Anlageideen aus der Welt der Value-Investments: Drei klassische Ansätze zielen darauf ab, Aktien mit günstigem Buchwert-Marktwert-, Kurs-Gewinn-Verhältnis und hohen Dividendenrenditen zu finden. Zudem suchen wir Firmen mit einem rentablen Kerngeschäft, orientieren uns an Anlagen der Value-Legende Warren Buffett und nutzen behavioristische Signale wie Insiderkäufe.

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