Nachgefragt: Philipp Welte
Risiko für Zeitschriftentitel wächst

Philipp Welte, Geschäftsführer der Burda People Group ("Bunte, "Instyle"), über aktuelle Trends bei Publikumszeitschriften.

Herr Welte, wird das breite Angebot im Publikumszeitschriftenmarkt weiterhin so bleiben?

Unsere Branche befindet sich in einem brachialen Verdrängungswettbewerb sowohl am Kiosk als auch im Werbemarkt. Das ist fatal, denn der deutsche Zeitschriftenmarkt ist mit rund 4 000 Titeln ohnehin der härteste der Welt. Wenn das Werbeklima weiterhin so frostig bleibt, wächst das Risiko, dass der eine oder andere Titel auf der Strecke bleibt.

Wer ist heute mit Publikumszeitschriften erfolgreich im Markt?

Wir selbst setzen stark auf Kreativität und entwickeln für unsere Kunden zunehmend maßgeschneiderte Kommunikationskonzepte. In schrumpfenden Marktingetats muss sich jeder investierte Euro rechnen, und eine Zeitschrift, die Erfolg haben will, muss dem Kunden die Effizienz seiner Werbe-Investitionen gewährleisten.

Warum sind manche Segmente zur Zeit glückloser als andere?

Wenn der Sektor der Banken und Finanzdienstleistungen seine Etats runterfährt, leiden Wirtschaftstitel wesentlich stärker als andere Segmente. Umgekehrt setzt die Konsumgüterindustrie sehr stark darauf, durch Werbung die Faszination ihrer Marken zu stärken. Für diese Strategie liefern Lifestyle- und Peopletitel wie "Bunte" einen fruchtbaren Nährboden, weil sie eine positive, konsumaffine Atmosphäre schaffen.

Die Fragen stellte Petra Schäfer.

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