Nachgefragt
„Wir werden sehr vorsichtig vorgehen“

Interview mit Alan G. Laflex, Vorstandsvorsitzender des US-Konzerns Procter und Gamble, zu seinen Integrationsplänen mit Wella.

Einige Kritiker sagen, der Preis für Wella sei zu hoch. Was entgegnen sie denen?

Es ist ein fairer Preis. Der Wert des Unternehmens liegt bei 4,8 Milliarden Euro. Und wir zahlen eine Prämie von 1,7 Milliarden Euro. Aber die Synergie-Effekte werden unseren Aktionären mindestens 1,8 Mrd. Euro bringen. Das ist fair.

Die Prämie für Vorzugsaktien ist aber weit geringer als die für Stammaktien.

Natürlich sind Aktien mit Stimmrecht für uns interessanter. Aber wir wollten beiden eine Prämie zahlen. Und ich finde, die Prämien sind fair.

Werden Sie sich von einzelnen Wella-Marken trennen?

Erst einmal müssen wir das Okay der Wettbewerbsbehörden bekommen. Dann schauen wir uns das Unternehmen genau an und entscheiden, ob wir etwas abstoßen.

Werden Sie Ihre Strategie, sich auf verkaufsstarke Blockbuster zu konzentrieren, auch bei Wella anwenden?

Wir werden uns auf die starken Marken konzentrieren. Aber wir haben bei der Übernahme von Clairol gelernt, dass es bei kleinen Marken Juwelen mit einer loyalen Kundschaft gibt. Wir werden daher sehr vorsichtig vorgehen.

Sie haben Clairol innerhalb von 6 Monaten integriert. Wie lange wird es mit Wella dauern?

Das Salon-Geschäft bleibt bei den Wella-Managern. Da geht es ganz schnell. Die anderen Bereiche sind komplizierter. Es wird drei Jahre dauern, bis wir Synergien von 300 Millionen pro Jahr erreichen.

Die Fragen stellte Katharina Kort.

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