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Nachhilfestunde für DFB-NachwuchsDPA-Datum: 2004-07-14 12:43:43

Fribourg (dpa) - Der deutsche Fußball-Nachwuchs macht es auch nicht besser als das A-Team. Die U 19-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) startete mit einer deprimierenden 0:3-Niederlage gegen Spanien in die Europameisterschafts-Endrunde in der Schweiz.

Fribourg (dpa) - Der deutsche Fußball-Nachwuchs macht es auch nicht besser als das A-Team. Die U 19-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) startete mit einer deprimierenden 0:3-Niederlage gegen Spanien in die Europameisterschafts-Endrunde in der Schweiz.

Die Spanier, die seit vielen Jahren zu den führenden Verbänden im Jugendbereich zählen, erteilten den deutschen Junioren in Fribourg eine Nachhilfestunde im Fach moderner Fußball. «Sie waren einfach spritziger, gedanklich und läuferisch. Schon zur Halbzeit hätte es 1:3 stehen können, deshalb geht der Sieg auch absolut in Ordnung», erkannte DFB-Trainer Dieter Eilts die große Überlegenheit der Iberer an.

Sein eigenes Team offenbarte Defizite in allen Bereichen. Vor allem die Abwehr, eigentlich das Prunkstück, wurde mehrfach düpiert. Torhüter Rene Adler (Bayer Leverkusen) verhinderte eine höhere Niederlage. In der Offensive konnten die bereits in der Bundesliga erprobten Michael Delura (Schalke 04) und Mario Gomez (VfB Stuttgart) kaum Akzente setzen.

Nach der enttäuschenden Leistung ist zu befürchten, dass nach den U 21-Junioren und der A-Nationalmannschaft auch die U 19-Auswahl des DFB bereits in der Vorrunde einer Europameisterschaft scheitert. Doch davon wollte Eilts aber nichts wissen. «Wir müssen zusehen, dass wir möglichst schnell unsere Kompaktheit wiederfinden, vor allem in der Defensive. Wir müssen aus der Niederlage lernen und alles das, was wir falsch gemacht haben, in den Spielen gegen Polen und die Türkei besser machen», meinte der Ex-Profi von Werder Bremen vor den beiden letzten Gruppenspielen.

Noch hat es der DFB-Nachwuchs in der Hand, sich mit zwei Siegen für das Halbfinale zu qualifizieren. Der Optimismus von Eilts ist trotz der Pleite gegen Spanien nicht ganz unbegründet. Seit seiner Amtsübernahme vor einem Jahr hatte die U 19-Auswahl in zehn Spielen keine Niederlage kassiert und auf dem Weg zur EM-Endrunde sogar die hoch eingeschätzten Portugiesen ausgeschaltet. An diese Leistung will der Europameister von 1996 die potenziellen Nationalspieler von morgen erinnern.

Die Abwehr muss in jedem Fall besser stehen. Im Parallelspiel gewann die Türkei mit 4:3 gegen Polen. Dabei unterstrichen beide Teams ihre Offensivqualitäten. Das Mindestziel für den DFB-Nachwuchs ist Platz drei in der Gruppe B. Damit hätte sich das Eilts-Team für die U 20-Weltmeisterschaft 2005 in den Niederlanden qualifiziert.

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